Jasper: Die Macht der warmen Gedanken [Der Placebo-Effekt bei Katzen]

Jasper: Die Macht der warmen Gedanken [Der Placebo-Effekt bei Katzen]

Wir fanden, dass die Welt reif sei für einen solchen Artikel. Da müsst ihr jetzt durch.

Hintergrund ist das ewig hitzig geführte Bashing von Homöopathie- oder Pharmathemen, bei denen es nur Schwarz und Weiß gibt. Man fühlt sich auf ein Schlachtfeld zurückversetzt, bei dem es darum geht dem Gegner möglichst viele Messerstiche zu bescheren. Gut gegen Böse. Licht gegen Schatten. Mordor gegen Gondor. Das Amüsante dabei ist, dass jeder sich aber immer in der jeweils anderen Rolle sieht. Alle sind gut, leuchten hell und können sprechen statt grunzen.

Alternative Medizin aka Scharlatanerie, Schattenmedizin etc. funktioniere nur aufgrund des Placebo-Effekts. Und weil Tiere sich selten selbst warme Gedanken machen, wenn sie ein Mittelchen bekommen, was sie in der Regel gar nicht wollen, reicht es, wenn das Frauchen oder das Herrchen das tun, das nennt man dann „Placebo-by-Proxy“.

Aber was ist ein Placebo-Effekt jetzt überhaupt? Welcher Mechanismus greift da? Warme Gedanken fallen ja eher in die Sparte der Tierkommunikation. Eine Praktik, der wir selbst eher ablehnend gegenüberstehen. Vor allem, wenn es sich um eine „Kommunikation“ aus der Ferne handelt, also man das Tier nur vom Foto oder Telefon kennt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es in diesem Bereich jedoch auch andere Techniken gibt, die durchaus seriös sein können. Aber kann man eine Praktik, die man ablehnt, durch eine andere Praktik begründen, die man vermutlich auch ablehnt, wenn man mal darüber nachdenkt?

Fragen über Fragen, denen wir jetzt mal der Reihe nach nachgehen werden.

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Saanti: Der Notfallfaltboxfall

Saanti: Der Notfallfaltboxfall

Vor einer gefühlten Ewigkeit hatten Frauchen und Frau Schnurrblog sich in einer sehr produktiven Session über eine „Notfallbox“ unterhalten. Frauchen hat ja hier eine Art Konzept entwickelt – also eine Lösung, wie man im Fall der Fälle, den man niemals erleben möchte, 5 Katzen a.s.a.p. aus der Wohnung bekommt. Es gibt deswegen hier immer offen stehende Transportboxen und sie hat sogar eine Box, die man hinten als Rucksack nehmen kann. Nur stehen die eben alle im Schlafzimmer. Wir haben zwei Flure und die sind nicht sehr groß – wenn der Weg ins Schlafzimmer mal versperrt ist, dann kann sie sich 5 Katzen in die Hosen- und Jackentaschen stopfen – oder einen faltbaren Kennel nehmen.

Ja, ihr habt richtig gehört. Faltbar. Praktisch zu verstauen. In deutschen Minifluren – oder in Autos. Vor einer Ewigkeit schon mal gesehen, aber hier nie erhältlich gewesen. Bis jetzt.

Das Prinzip gibt es ja schon länger aus irgendwelchen Textilien oder anderen flexiblen Materialien, zumeist mit Reißverschluss, aber sie wollte ganz gerne was haben, was schnell aufzubauen ist, möglichst platzsparend verstaut werden kann, nicht wie die hässlichste Kerze auf der Torte aussieht und einen nicht im Stich lässt, wenn es darauf ankommt.

Dürfen wir vorstellen? Hier ist sie:

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Jasper: Operation ‚Mampf‘ erfolgreich beendet [Fasten von Katzen vor Operationen]

Jasper: Operation ‚Mampf‘ erfolgreich beendet [Fasten von Katzen vor Operationen]

Letztens haben wir eine interessante These gehört. Dr. Andrew Jones, ein enfant terrible der amerikanischen Tierarztszene sagte, dass sein damaliger Mentor Katzen vor Operationen nur 2 Stunden vorher hat fasten lassen, da sonst der Glucosespiegel zu niedrig sei und die Katzen sich dadurch deutlich schwerer in der Aufwachphase tun und auch während der OP das Risiko höher sei. Er hat das seitdem auch so gehandhabt und konnte keine Nachteile erkennen. Im Gegenteil. Nur Vorteile.

Fanden wir spannend. Haben wir so noch nie gehört und wollten wissen, was da dran ist.

Vor der OP – Präoperative Massnahmen

Ein (guter) Tierarzt wird Miez vor einer OP untersuchen und mögliche Risiken abklären. Dazu gibt es eine genormte „ASA-Risikoklassifizierung“ der American Society of Anesthesiologists (ASA), welche von HENKE et al. (2004) für die Anwendung am Tier modifiziert wurde. Die Stufe 1 ist die mit dem geringsten Risiko und die Kandidaten der Stufe 5 sind eigentlich vor der OP schon mit einer Pfote auf der Regenbrücke, aber ohne Operation auf jeden Fall in Kürze auch mit den restlichen Pfoten. Anhand der Risikostufe wird entschieden, welche weiteren Maßnahmen notwendig sind. So werden zum Beispiel mehr Laborwerte angefordert, die Narkosemittel sind andere oder es werden viel mehr Werte während der OP überwacht.  Es gibt noch eine Stufe 6, aber die ist Notmaßnahmen vorbehalten und fällt daher als präoperative Maßnahme raus.

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Jinpa: Ein ganz normaler Anfall [Meine Epilepsieseiten – Einführung]

Jinpa: Ein ganz normaler Anfall [Meine Epilepsieseiten – Einführung]

Als behinderter Kater wurde ich mit einer „Cerebellären Hypoplasie“, also einer angeborenen Unterentwicklung des Kleinhirns bedacht, welche sich in einer Ataxie, einem Kopftremor und zeitweise einem Nystagmus äußert. Wackeln auf der ganzen Linie also. 50 cm Höhe sind schon eine Hürde, die ich nur mit massivem Klettereinsatz überwinden kann.

Ein Großteil meines Lebens findet auf dem Boden statt und ein großer Teil auch im Liegen. Wenn die anderen singen könnten, würden sie den ganzen Tag lang „drah di net um, der Plumpssack geht herum“ herunterdudeln. Und das passiert mir leider sehr häufig. Beim Toilettengang, nach wenigen Schritten, beim Spielen aber mittlerweile nur noch selten beim Fressen oder Trinken. Und damit bin ich ganz oben mit dabei, auf der Ursachenliste für eine Epilepsie.

Als würde mir das Leben nicht schon genug Hürden bieten, darf ich mich zusätzlich zu meiner (mittel)schweren Ataxie mit Anfällen herumplagen. Wir hatten die ganz gut im Griff, aber nach 15 Monaten ohne Anfall hing das Damoklesschwert erneut über mir. Und hat prompt wieder *plumps* gemacht:

Ein Anfall – ganz gestreckt und buschiger Schwanz, aufgenommen mit der „Kittycam“

Als Einleitung in unsere „Epilepsieseiten“, die wir in den nächsten Wochen hier aufziehen werden, gibt es heute zum Einstieg mal einen Livebericht von Frauchen. Anschliessend geht es weiter mit Hintergründen, Therapien, Alternativen und Tipps & Tricks und ganz viel Mut machen. Ihr kennt das – das was es schon gibt genügt unseren Ansprüchen nicht oder enthält auch falsche Infos, also machen wir was eigenes. Und jetzt kommt der versprochene Livebericht:

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Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Aktuell (November 2016) grassiert wieder die Vogelgrippe in Deutschland. Auf einem Hof in Schleswig-Holstein ist der Sub-Typ H5N8 aufgetreten, was zur Folge hatte, dass der gesamte Bestand von 30.000 Tieren getötet werden muss(te). Zum ersten Mal war eine geschlossene Massentierhaltung betroffen. Normalerweise sind besonders Tiere in Freilandhaltung gefährdet, wenn der Erreger bei dem natürlichen Reservoir, den Wildvögeln (vorwiegend Wasservögeln), aufgetreten ist, weswegen als erstes Stallpflicht in gefährdeten Gebieten verordnet wird.

Die Vogelgrippe hat viele Namen: Aviäre Influenza, hochpathogene aviäre Influenza (HPAI), Vogelgrippe, Geflügelpest, Geflügelpocken (engl.: fowl pox) und eine ganze Reihe an Subtypen mit komischen Namen nach dem Schema H[x]N[y]. Sie tritt regelmässig auf und man denkt dann immer: ‚Oh, die Vogelgrippe ist zurück‘, dabei war sie niemals weg. Pragmatisch gesagt handelt es sich dabei um Vogelkacke, konserviert im Eis für Jahrmillionen.

Das Prinzip ist tatsächlich so, dass die Viren über Vögel im Herbst während der Flüge in wärmere Gefilde durch Vogelkacke ihren Weg auf Wasseroberflächen finden, dann mit einfrieren und im Frühjahr nach dem Schmelzen rufen können: „Ich bin wieder da!“ Etwas ungünstig ist dies in Gegenden, wo das Eis nicht regelmässig auftaut, sondern auch für mehrere Jahre gefroren bleibt. Dort können sie dann irgendwann rufen: „Wir sind wieder da! Und meine Onkels und Tanten von vor tausend Jahren auch!“ [ZHANG et al. 2006]1 [HURT et al. 2014]2 Genauso kann das Virus natürlich während der Zugperioden leicht von A nach B getragen werden.

Die Vogelgrippe ist also ein immerwiederkehrendes Übel – weltweit- mit dramatischen Auswirkungen vor allem für, ihr ahnt es, Vögel. Während sich das Virus im Eis und in Vögeln besonders wohl zu fühlen scheint, ist es aber mit Hitze und einfachen Desinfektionsmitteln gut zu bekämpfen. Jetzt können einige der Viren aber nicht nur Vögeln was anhaben, sondern auch Menschen, Hunden, Frettchen und Katzen und deswegen gibt es diesen Artikel.

  1. Studie: „Evidence of Influenza A Virus RNA in Siberian Lake Ice“ – Journal of Virology, Dec. 2006 []
  2. Studie: „Detection of Evolutionarily Distinct Avian Influenza A Viruses in Antarctica“ – mBio Journal of the American Society for Microbiology []
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Saanti: Wenn der Kater vor Wut schäumt [(Fledermaus-)Tollwut bei Katzen]

Saanti: Wenn der Kater vor Wut schäumt [(Fledermaus-)Tollwut bei Katzen]

Wir hatten schon lange vor, diesen Artikel zu schreiben und ihn immer wieder vor uns hergeschoben. Neuste Ereignisse veranlassen uns jedoch, dies schleunigst nachzuholen. Wegen der Eile beschränken wir uns jetzt erst einmal auf „die andere Tollwut“.

Tollwut bei Katzen ist ja eigentlich so ein überflüssiges Thema für deutsche Katzen in deutschen Haushalten. Ich selbst durfte meine Erfahrungen damit sammeln, weil ich aus der Ukraine eingereist bin. Die Ukraine ist einreisetechnisch gesehen ein sog. Drittland und zudem tritt dort noch regelmäßig Tollwut auf, weswegen für Tiere, die ‚in die EU verbracht‘ werden sollen, besondere Bestimmungen gelten.

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Bei mir war das eine Impfung, eine Wartezeit, ein Titertest und wieder eine Wartezeit und dann durfte ich rein nach Deutschland. Ich bin ja auch so gesehen ein Flüchtling. Die anderen munkeln zwar, ich wäre ein Wirtschaftsflüchtling, wenn ich mal wieder die Büffetfräse raushängen lasse und denen alles wegfutter, aber tatsächlich bin ich ja ein Kriegsflüchtling.

Der Grund, warum die Bestimmungen so streng sind, liegt natürlich klar auf der Pfote: Deutschland hat sich sehr bemüht durch strenge Impfköderpraktiken das Land offiziell seit 2008 tollwutfrei zu bekommen und das soll natürlich auch so bleiben.

Leider gibt es immer wieder schlaue Urlauber, die im Ausland eine Katze oder einen Hund retten wollen und dann mit dem Tierarzt tricksen oder das Tier bei der Rückkehr  einfach beim Grenzübertritt verstecken. Warum das völlig fahrlässig ist – sich selbst und vor allen auch den anderen Tieren im Haushalt gegenüber – das lernen wir dann im baldigen Hauptartikel über die Tollwut.

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Jasper: Mama, ich kann meine Pfote nicht mehr bewegen! [Clostridium Botulinum in der Katzenernährung]

Jasper: Mama, ich kann meine Pfote nicht mehr bewegen! [Clostridium Botulinum in der Katzenernährung]

Uih, das wäre natürlich worst case, wenn ich hier nicht mehr aktiv an der Essenszubereitung teilnehmen könnte. Dann würde Mama ja machen wie sie meint. Das kann nicht richtig sein!

Damit das nicht dazu kommt haben wir euch mal alle Informationen zusammengesucht, die im Zusammenhang mit „dem Ding“ erwähnenswert sind und auch warum und wieso und was passieren kann.

Das Bakterium Clostridium Botulinum kennt ihr eher umgangssprachlich als ‚Botulismus‘ oder ‚Botulinumtoxin‘ und einige wenige Dosenöffner kennen das auch aus kosmetischen oder medizinischen Gründen (natürlich NUR aus medizinischen, ne? Gegen eure Dystonie * vermut *) in ganz spezieller Form als BOTOX®.

Clostridium Botulinum ist aber mehr, damit wird nämlich eine ganze Gruppe bezeichnet und das gibt auch unglaublich viel interessantes zu berichten – viel schwarz und weiß, mehr schwarz als weiß *zugeb* – und auch ganz viel grau. Und das graue und das schwarze – und wenig weiße, das gucken wir uns jetzt mal näher an.

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(grau und schwarz und ganz wenig weiß)

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LiJaLuJi: MIAU Katzengras im Test

LiJaLuJi: MIAU Katzengras im Test

Mitte März haben wir eine eMail erhalten, die uns anbot in einer zweiten Testrunde das neue MIAU-Katzengras zu testen, quasi zur Markteinführung. Die 40-60 cm große Grasfläche kommt ganz einfach via Paketzustellung ins Haus und wurde uns für den Test vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt, was aber natürlich keinen meinungsbildenden Faktor darstellt, siehe dazu auch die Informationen am Schluß dieses Artikels.

Die Mama hat ja selbst viele Ideen. Eigene Graskisten hatten wir auch schon, aber dabei immer das Problem, dass das Gras während der Wachstumsphase vor zarter Katzenpfote geschützt werden muss, ansonsten herrscht hier Goldgräberstimmung und nachdem dann Ebbe im Kasten herrscht, kommt die große Grabesstimmung. Dass man diesen sehr pflegeintensiven Prozess und den häufigen Gebrauch des Wortes „NEIN!“ so einfach umgehen kann fand die Mama schon mal praktisch.

Hier mal so ein „NEIN!“-Bild (Hat auch gar nichts gebracht mit dem n-e-i-n, verstehen wir eh nicht, dass die das immer wieder versucht):
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Umso praktischer, dass wir ein neues Produkt auf dem Markt testen durften.

MIAU Katzengras“ wird von der CERAGOO Handels GmbH vertrieben.
Die 40 x 60 cm große Rasenfläche wird in Deutschland unter freiem Himmel angebaut, ohne Chemie und mit einer Grassorte, die gut verträglich für Katzen ist. Ein Stück kostet derzeit 17,95 Euro inkl. Versand, ein 3er-Set 49,95 Euro, das man sich auch an drei verschiedenen Terminen kostenlos liefern lassen kann.

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