Jinpa: Ein ganz normaler Anfall [Meine Epilepsieseiten – Einführung]

Jinpa: Ein ganz normaler Anfall [Meine Epilepsieseiten – Einführung]

Als behinderter Kater wurde ich mit einer „Cerebellären Hypoplasie“, also einer angeborenen Unterentwicklung des Kleinhirns bedacht, welche sich in einer Ataxie, einem Kopftremor und zeitweise einem Nystagmus äußert. Wackeln auf der ganzen Linie also. 50 cm Höhe sind schon eine Hürde, die ich nur mit massivem Klettereinsatz überwinden kann.

Ein Großteil meines Lebens findet auf dem Boden statt und ein großer Teil auch im Liegen. Wenn die anderen singen könnten, würden sie den ganzen Tag lang „drah di net um, der Plumpssack geht herum“ herunterdudeln. Und das passiert mir leider sehr häufig. Beim Toilettengang, nach wenigen Schritten, beim Spielen aber mittlerweile nur noch selten beim Fressen oder Trinken. Und damit bin ich ganz oben mit dabei, auf der Ursachenliste für eine Epilepsie.

Als würde mir das Leben nicht schon genug Hürden bieten, darf ich mich zusätzlich zu meiner (mittel)schweren Ataxie mit Anfällen herumplagen. Wir hatten die ganz gut im Griff, aber nach 15 Monaten ohne Anfall hing das Damoklesschwert erneut über mir. Und hat prompt wieder *plumps* gemacht:

Ein Anfall – ganz gestreckt und buschiger Schwanz, aufgenommen mit der „Kittycam“

Als Einleitung in unsere „Epilepsieseiten“, die wir in den nächsten Wochen hier aufziehen werden, gibt es heute zum Einstieg mal einen Livebericht von Frauchen. Anschliessend geht es weiter mit Hintergründen, Therapien, Alternativen und Tipps & Tricks und ganz viel Mut machen. Ihr kennt das – das was es schon gibt genügt unseren Ansprüchen nicht oder enthält auch falsche Infos, also machen wir was eigenes. Und jetzt kommt der versprochene Livebericht:

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Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Aktuell (November 2016) grassiert wieder die Vogelgrippe in Deutschland. Auf einem Hof in Schleswig-Holstein ist der Sub-Typ H5N8 aufgetreten, was zur Folge hatte, dass der gesamte Bestand von 30.000 Tieren getötet werden muss(te). Zum ersten Mal war eine geschlossene Massentierhaltung betroffen. Normalerweise sind besonders Tiere in Freilandhaltung gefährdet, wenn der Erreger bei dem natürlichen Reservoir, den Wildvögeln (vorwiegend Wasservögeln), aufgetreten ist, weswegen als erstes Stallpflicht in gefährdeten Gebieten verordnet wird.

Die Vogelgrippe hat viele Namen: Aviäre Influenza, hochpathogene aviäre Influenza (HPAI), Vogelgrippe, Geflügelpest, Geflügelpocken (engl.: fowl pox) und eine ganze Reihe an Subtypen mit komischen Namen nach dem Schema H[x]N[y]. Sie tritt regelmässig auf und man denkt dann immer: ‚Oh, die Vogelgrippe ist zurück‘, dabei war sie niemals weg. Pragmatisch gesagt handelt es sich dabei um Vogelkacke, konserviert im Eis für Jahrmillionen.

Das Prinzip ist tatsächlich so, dass die Viren über Vögel im Herbst während der Flüge in wärmere Gefilde durch Vogelkacke ihren Weg auf Wasseroberflächen finden, dann mit einfrieren und im Frühjahr nach dem Schmelzen rufen können: „Ich bin wieder da!“ Etwas ungünstig ist dies in Gegenden, wo das Eis nicht regelmässig auftaut, sondern auch für mehrere Jahre gefroren bleibt. Dort können sie dann irgendwann rufen: „Wir sind wieder da! Und meine Onkels und Tanten von vor tausend Jahren auch!“ [ZHANG et al. 2006]1 [HURT et al. 2014]2 Genauso kann das Virus natürlich während der Zugperioden leicht von A nach B getragen werden.

Die Vogelgrippe ist also ein immerwiederkehrendes Übel – weltweit- mit dramatischen Auswirkungen vor allem für, ihr ahnt es, Vögel. Während sich das Virus im Eis und in Vögeln besonders wohl zu fühlen scheint, ist es aber mit Hitze und einfachen Desinfektionsmitteln gut zu bekämpfen. Jetzt können einige der Viren aber nicht nur Vögeln was anhaben, sondern auch Menschen, Hunden, Frettchen und Katzen und deswegen gibt es diesen Artikel.

  1. Studie: „Evidence of Influenza A Virus RNA in Siberian Lake Ice“ – Journal of Virology, Dec. 2006 []
  2. Studie: „Detection of Evolutionarily Distinct Avian Influenza A Viruses in Antarctica“ – mBio Journal of the American Society for Microbiology []
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Saanti: Wenn der Kater vor Wut schäumt [(Fledermaus-)Tollwut bei Katzen]

Saanti: Wenn der Kater vor Wut schäumt [(Fledermaus-)Tollwut bei Katzen]

Wir hatten schon lange vor, diesen Artikel zu schreiben und ihn immer wieder vor uns hergeschoben. Neuste Ereignisse veranlassen uns jedoch, dies schleunigst nachzuholen. Wegen der Eile beschränken wir uns jetzt erst einmal auf „die andere Tollwut“.

Tollwut bei Katzen ist ja eigentlich so ein überflüssiges Thema für deutsche Katzen in deutschen Haushalten. Ich selbst durfte meine Erfahrungen damit sammeln, weil ich aus der Ukraine eingereist bin. Die Ukraine ist einreisetechnisch gesehen ein sog. Drittland und zudem tritt dort noch regelmäßig Tollwut auf, weswegen für Tiere, die ‚in die EU verbracht‘ werden sollen, besondere Bestimmungen gelten.

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Bei mir war das eine Impfung, eine Wartezeit, ein Titertest und wieder eine Wartezeit und dann durfte ich rein nach Deutschland. Ich bin ja auch so gesehen ein Flüchtling. Die anderen munkeln zwar, ich wäre ein Wirtschaftsflüchtling, wenn ich mal wieder die Büffetfräse raushängen lasse und denen alles wegfutter, aber tatsächlich bin ich ja ein Kriegsflüchtling.

Der Grund, warum die Bestimmungen so streng sind, liegt natürlich klar auf der Pfote: Deutschland hat sich sehr bemüht durch strenge Impfköderpraktiken das Land offiziell seit 2008 tollwutfrei zu bekommen und das soll natürlich auch so bleiben.

Leider gibt es immer wieder schlaue Urlauber, die im Ausland eine Katze oder einen Hund retten wollen und dann mit dem Tierarzt tricksen oder das Tier bei der Rückkehr  einfach beim Grenzübertritt verstecken. Warum das völlig fahrlässig ist – sich selbst und vor allen auch den anderen Tieren im Haushalt gegenüber – das lernen wir dann im baldigen Hauptartikel über die Tollwut.

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Jasper: Mama, ich kann meine Pfote nicht mehr bewegen! [Clostridium Botulinum in der Katzenernährung]

Jasper: Mama, ich kann meine Pfote nicht mehr bewegen! [Clostridium Botulinum in der Katzenernährung]

Uih, das wäre natürlich worst case, wenn ich hier nicht mehr aktiv an der Essenszubereitung teilnehmen könnte. Dann würde Mama ja machen wie sie meint. Das kann nicht richtig sein!

Damit das nicht dazu kommt haben wir euch mal alle Informationen zusammengesucht, die im Zusammenhang mit „dem Ding“ erwähnenswert sind und auch warum und wieso und was passieren kann.

Das Bakterium Clostridium Botulinum kennt ihr eher umgangssprachlich als ‚Botulismus‘ oder ‚Botulinumtoxin‘ und einige wenige Dosenöffner kennen das auch aus kosmetischen oder medizinischen Gründen (natürlich NUR aus medizinischen, ne? Gegen eure Dystonie * vermut *) in ganz spezieller Form als BOTOX®.

Clostridium Botulinum ist aber mehr, damit wird nämlich eine ganze Gruppe bezeichnet und das gibt auch unglaublich viel interessantes zu berichten – viel schwarz und weiß, mehr schwarz als weiß *zugeb* – und auch ganz viel grau. Und das graue und das schwarze – und wenig weiße, das gucken wir uns jetzt mal näher an.

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(grau und schwarz und ganz wenig weiß)

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LiJaLuJi: MIAU Katzengras im Test

LiJaLuJi: MIAU Katzengras im Test

Mitte März haben wir eine eMail erhalten, die uns anbot in einer zweiten Testrunde das neue MIAU-Katzengras zu testen, quasi zur Markteinführung. Die 40-60 cm große Grasfläche kommt ganz einfach via Paketzustellung ins Haus und wurde uns für den Test vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt, was aber natürlich keinen meinungsbildenden Faktor darstellt, siehe dazu auch die Informationen am Schluß dieses Artikels.

Die Mama hat ja selbst viele Ideen. Eigene Graskisten hatten wir auch schon, aber dabei immer das Problem, dass das Gras während der Wachstumsphase vor zarter Katzenpfote geschützt werden muss, ansonsten herrscht hier Goldgräberstimmung und nachdem dann Ebbe im Kasten herrscht, kommt die große Grabesstimmung. Dass man diesen sehr pflegeintensiven Prozess und den häufigen Gebrauch des Wortes „NEIN!“ so einfach umgehen kann fand die Mama schon mal praktisch.

Hier mal so ein „NEIN!“-Bild (Hat auch gar nichts gebracht mit dem n-e-i-n, verstehen wir eh nicht, dass die das immer wieder versucht):
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Umso praktischer, dass wir ein neues Produkt auf dem Markt testen durften.

MIAU Katzengras“ wird von der CERAGOO Handels GmbH vertrieben.
Die 40 x 60 cm große Rasenfläche wird in Deutschland unter freiem Himmel angebaut, ohne Chemie und mit einer Grassorte, die gut verträglich für Katzen ist. Ein Stück kostet derzeit 17,95 Euro inkl. Versand, ein 3er-Set 49,95 Euro, das man sich auch an drei verschiedenen Terminen kostenlos liefern lassen kann.

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Jasper: Die etwas andere Hühnerbrühe für kränkelnde Katzen – „Bone Broth“

Jasper: Die etwas andere Hühnerbrühe für kränkelnde Katzen – „Bone Broth“

In Deutschland ist die Hühnersuppe oder Hühnerbrühe genauso bekannt wie auf der ganzen Welt, um hilfreich bei allen möglichen Erkrankungen zu sein. Und genauso vielfältig wie die Länder in denen sie bekannt ist, sind die Zubereitungsmethoden.

Bei uns in Deutschland wird die meist ganz langweilig mit etwas Gemüse und einem Suppenhuhn gemacht. Fährt man in Richtung Asien kommen irgendwann auch Ingwer und Koriander hinzu und eine gewisse Schärfe. Schippert man in die USA wird die Hühnerbrühe wieder anders zubereitet – und für Katzen haben die Amis sie auch schon meisterlich entwickelt, weswegen die sogar in einigen Tierkliniken oder von Tierärzten empfohlen wird, die ansonsten ganz klassisch schulmedizinisch tätig sind.

Diese „etwas andere“ Hühnerbrühe finden wir für einen Karnivoren viel logischer als die deutsche Variante – oder die Moro’sche Karottensuppe, sodass wir sie euch hier einmal vorstellen wollen. Und dazu haben wir die natürlich „live“ ausprobiert.

Aber zunächst beschäftigen wir uns mal mit den Inhaltsstoffen und warum diese Variante besser geeignet ist als andere.

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Jasper: Mama, kann ich auch Ebola bekommen? [Das Ebola-Virus in der Rohfütterung]

Jasper: Mama, kann ich auch Ebola bekommen? [Das Ebola-Virus in der Rohfütterung]

Das habe ich die Mama schon vor langer Zeit gefragt. Und sie hat sich erkundigt und mir gesagt: „Nein, mein Kind äh Kater. Aber ich als Mensch, ich könnte das bekommen.“

Und hier ist unsere Recherche.

Wer noch nicht von dem größten Ebola-Ausbruch der Geschichte der Menschheit gehört hat, der sollte sich mal Gedanken machen, ob man nicht wenigstens einmal in 9 Monaten Radio hören, Nachrichten gucken oder Zeitung lesen sollte. So lange wird nämlich schon in den Medien berichtet.

Experten betrachten die Entwicklung sehr besorgt und ein Teil der Sorge sickert in den ganzen Berichterstattungen zu uns durch. Gehörten die südwestlichen Länder Afrikas jetzt nicht unbedingt zu den bevorzugten Urlaubsgebieten der Europäer, sind sie jetzt ganz sicher von einigen Listen verschwunden. In Guinea, Sierra Leone und Liberia herrscht seit Dezember 2013 Ausnahmezustand und auch einige weiter entfernte Länder wie die USA haben schon mit dem großangelegten Erwerb von Schutzkleidung für eine Ebola Epidemie Schlagzeilen gemacht.

Was das jetzt alles mit uns zu tun hat? Nun, wir haben uns schon vor Wochen mit dem Thema beschäftigt und eine kurze Zusammenfassung in unserer Lieblings-Facebook-Gruppe zur Verfügung gestellt. Uns hat nämlich interessiert wie Ebola übertragen wird, wie resistent das Virus gegen Einfrieren und so ist und ob ich mich möglicherweise infizieren könnte, wenn die Mama mir Antilopenfleisch aus Südafrika gibt. Oder Straußenfleisch oder sowas.

Die Antwort ist nein. Nach aktuellem Forschungsstand können Katzen nicht an Ebola erkranken.

Aber die Mama, die könnte das bekommen.

Und zwar geht das so:

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Linus: Die Ur-Wampe [Der Schwabbelbauch bei Katzen]

Linus: Die Ur-Wampe [Der Schwabbelbauch bei Katzen]

Wir haben gestern wieder was neues gelernt und das fanden wir so faszinierend, dass wir das gleich mit euch teilen müssen.

In der Vergangenheit ist ‚es‘ uns sehr häufig untergekommen und auch Frauchen war immer sehr bedrückt, wenn sie uns angeguckt hat und ‚es‘ so deutlich gesehen hat. Alle Welt hat nämlich gedacht, dass das ein Zeichen dafür ist, dass etwas eigentlich nicht in Ordnung sei.

Manche denken die Katze müsste abnehmen. Manche denken an eine beginnende FIP. Manche denken es sei eine Bindegewebsschwäche bedingt durch die Kastration.

Dabei ist das alles voll tutti in Ordnung. Ich habe auch sowas, sogar ganz schön viel. Die Rede ist von meinem „Schwabbelbauch“. Hier hat die Mama den auch letztens noch als Kastratenbauch bezeichnet, weil sie es nicht besser wusste. Dabei hat der Schwabbelbauch einen richtigen Namen und einen Platz sowohl in der Anatomie als auch der Evolution gefunden. Also was hochoffizielles. Und hochoffiziell heisst der „primordial pouch“ oder auch „abdominal flap„.

Gestatten? Herr Primo Pouch:

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