Jasper: Stiftung Jaspertest – von Windmühlen und Mauern [Stiftung Warentest Katzenfuttertest 2017]

Jasper: Stiftung Jaspertest – von Windmühlen und Mauern [Stiftung Warentest Katzenfuttertest 2017]

Stiftung Warentest hat Katzenfutter getestet und endlich ist mal wieder was los in der Katzenszene. Das Thema haben wir damals wie genügend andere Blogger durchgekaut und einiges an neuen Erkenntnissen beigesteuert, die sich dankenswerterweise auch immer noch zahlreicher Klicks erfreuen. Zum einen war das unser Beitrag darüber, welcher Hersteller hinter den getesteten Sorten steht, nur um herauszufinden, dass es am Ende nur wenige gemeinsame Nenner gibt. So stammen die bei Discountern erhältlichen Futter zumeist aus einer einzigen Futterschmiede. Sog. Whitelabelprodukte, die nur wenig Unterschiede haben, aber viele Gemeinsamkeiten. Nachlesen kann man das hier:

Stiftung Jaspertest: Wo geht es nochmal zum Schicksalsberg?

Das hat die Stiftung Warentest dann auch erkannt (oder bei uns gelesen), es sollte dann aber nachgelagert eigentlich schon stutzig machen, dass dies dann zu solch unterschiedlichen Bewertungen führt und als Schlussfolgerung daraus könnte man ja mal die Testkriterien in Frage stellen.

Über den Test an sich und die Bedeutung dessen haben wir uns ebenfalls schon viele Gedanken gemacht und diese im Interview mit dem Katzennetzwerk zum Ausdruck gebracht:

Stiftung Jaspertest – im Interview mit dem Katzennetzwerk

Dort ist auch erwähnt, dass es eben keine Kontrollinstanz gibt, die entscheidet, welches ein gutes Futter ist und was nicht und dass der Halter selbst dafür verantwortlich ist das zu wissen, was dann zu der Tatsache führt, dass wir solch einen Test im Grunde eigentlich sinnvoll finden.

Ja. Finden wir. Das macht ja sonst keiner.

Aber man hätte es gut machen können.

Gut wäre es gewesen, wenn dies z. B. ein Gremium machen würde, dass andere, den Verbrauchern viel brennender auf den Lippen liegende Kriterien wählen würde. Und warum das nach 2014 und dem gewaltigen Shitstorm auch im Jahr 2017 immer noch nicht geklappt hat, das hat uns eigentlich am meisten überrascht.

Warum ist der Test dem von 2014 so ähnlich? Und dem von 2008? Voraussichtlich 2020 steht der nächste Futtertest an. Wie können wir Verbraucher uns verständlich machen, dass wir etwas ganz anderes getestet haben möchten?

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Jasper: Eine Insel in der Dose und ein tiefes, tiefes Tal… [Das Wasser in der Katzenfutterdose]

Jasper: Eine Insel in der Dose und ein tiefes, tiefes Tal… [Das Wasser in der Katzenfutterdose]

Auch im Jahr 2015 gibt es etliche Wissenslücken, die munter verbreitet werden, als gäbe es kein Morgen. Eine davon wollen wir uns heute mal rauspicken und näher betrachten: Das Wasser in der Dose. Hier ist natürlich die Katzenfutterdose gemeint. Ist aber bei Hundefutter nicht wirklich anders.

Drum prüfe, was sich ewig bindet!

Bevor wir zum Wasser selbst kommen, erklären wir euch nochmal kurz, was Kaltabfüllung und Heißabfüllung bedeuten. Das ist nicht unwichtig für das spätere Verständnis.

Bei der Heißabfüllung wird das Katzenfutter erst in einem großen Kessel zusammengebraut – mit allen Zutaten bei bis zu 85° C. Und wenn das Ganze fertig gebruzzelt ist, dann wird es in die Dose abgefüllt, ggf. kurz bedampft, damit ein Unterdruck erzeugt werden kann und die Dose wird dann sofort verschlossen. Anschließend wird es noch eingekocht, also konserviert – wie die Oma das früher mit der Kirschmarmelade gemacht hat – allerdings bei höllischen 121° C, damit auch wirklich alle Sporen, Keime, etc. beseitigt sind, die Botulismusgefahr verhindert und ein Unterdruck erzeugt wurde, der für die lange Haltbarkeit maßgeblich ist.

Bei der Kaltabfüllung werden alle Zutaten KALT in die Dose gefüllt, bei kalten 4° C und – ihr ahnt es vermutlich schon – die Dose verschlossen. Jetzt habt ihr also eine 4° C kalte Fleischmasse in einer geschlossen Dose. Und ihr ahnt es vermutlich – diese muss jetzt natürlich sterilisiert und konserviert werden, wobei so nebenbei die Fleischmasse darin gart. (Tut sie natürlich nicht nur nebenbei – das wird mit Argusaugen überwacht – aber schonender als die Heißabfüllung ist es für den Doseninhalt dennoch.)

Mich dürstet es. Lass mich von Deinen Lippen trinken!

Bevor wir zu des Pudels Kern kommen, quatschen wir mal noch ein wenig über das Wasser. Sicher habt ihr ja schon alle mal einen Blick auf ein Dosenetikett geworfen und dabei festgestellt, dass es da sog. Analysewerte auf der Dose gibt. Da steht dann hinter dem Makronährstoff Wasser, welche hier gerne als „Feuchte“ oder „Feuchtigkeit“ bezeichnet wird, meist eine Zahl um die 80%. Mal sind es 79%, mal sind es 83%. In seltenen Fällen kann es auch mal 67% oder 73% oder irgendeine andere Zahl sein.

Mehr ist immer besser! Oder?

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LiJaLu: COSMA Nature Ergänzungsfutter [Zooplus Produkttest 2]

LiJaLu: COSMA Nature Ergänzungsfutter [Zooplus Produkttest 2]

Da wurden wir vor ein paar Wochen von zooplus angeschrieben, ob wir nicht das neue COSMA Nature Ergänzungsfutter testen wollten und wir haben natürlich gesagt: „Klar! Schiebt rüber!“

Ergänzungsfutter steht ja eigentlich nicht auf unserem Roh-Ernährungsplan, aber ausser der Reihe gibt es sowas schon mal und da kann man ganz hübsche Schweinereien mit machen.

Ein paar der Schweinereien stellen wir euch heute mal vor.

Zunächst gucken wir uns aber das COSMA Nature mal genauer an.

Wie fast alle Reinfleischdosen (sog. Ergänzungsfutter, welches als Alleinfutter unausgewogen ist, weil wichtige Zusätze wie z.B. Kalzium fehlen) kommt es aus Thailand. Woher genau kann man anhand der Herstellerliste ganz einfach erkennen, die wir schon im Beitrag „Stiftung Jaspertest“ vorgestellt haben.

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Jasper & Linus: Trockenfutter? Bildlich gesprochen: Äh, nein, Danke!

Jasper & Linus: Trockenfutter? Bildlich gesprochen: Äh, nein, Danke!

Was man durch Zufall so alles feststellt ist echt faszinierend.

Zwar nicht ganz so spektakulär wie Alexander Flemings Entdeckung aber fast! Linus Fleming und Jasper Fleming haben heute festgestellt, dass die Fliegen auf Trockenfutter fliegen.

So begab es sich heute, dass die Mama unser Futti einfach auf den Boden gestellt hatte weil sie vergessen hatte den Kühlnapf aus der Küche mitzunehmen. Das wollte sie noch nachholen und damit sie daran denkt hat sie das Futti draußen stehen lassen.

Wenn uns das Futter nicht so hunderprozentig zusagt oder als kleinen Appetizer für Kater mit ADHS wirft die Mama uns immer ein paar Bröckchen Trockenzeugs wild in der Gegend rum, welches wir dann fangen, hinterherhechten, wo rausfummeln oder so. Heute war das Trockene aus der Dose „Sanabelle – Grain-Free“ aus dem Zooplus Geburtstagspaket, die sich hier ja lange hält. Finden wir ganz nett und lernt man auch ganz schnell, dass Kartoffeln kein Getreide sind, wenn man sich die Zutaten durchliest.

Nun, egal, ist vermutlich auch nicht so wichtig.

Auf jeden Fall sind wohl 2 von den Snackdingern im Futti gelandet. [Merken! Könnte nochmal wichtig werden…] Und das stand ja noch eine ganze Zeit draußen. Die Mama war erstmal am PC beschäftigt in Sachen Schulungsunterlagen und irgendwann stand sie dann auf und ihr fiel siedendheiß ein, was sie vergessen hatte.

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LiJaLuJi: Die 10 häufigsten Gründe für Tierarztbesuche in 2013 [VPI – Veterinary Pet Insurance]

LiJaLuJi: Die 10 häufigsten Gründe für Tierarztbesuche in 2013 [VPI – Veterinary Pet Insurance]

Vor 3 Tagen wurde endlich die heiß ersehnte Liste der Top 10 Gründe in 2013 zum Tierarzt zu gehen von ‚unserer‘ Versicherung veröffentlicht, von der wir auch schon eine kleine Serie gemacht hatten.

Nachdem wir von der Pet Plan Insurance schon Zahlen für 2013 hatten, die aber irgendwie komisch waren, und bereits Zahlen aus 2007, 2009, 2011 in dem einen und Zahlen aus 2012 in dem anderen Artikel von der VPI verbloggt hatten, liegen uns nun die Zahlen der VPI aus 2013 vor.

Wir erinnern uns kurz, dass Susan Thixton in „Truth about Pet Food“ die 10 Gründe fett markiert hatte, die höchstwahrscheinlich eine ernährungsbedingte Ursache haben. Und das machen wir jetzt auch einmal.

Zuerst die 10 Gründe aus 2013, aus denen Katzenhalter zum Tierarzt gegangen sind und die von der Versicherung übernommen wurden:

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Jasper: Stiftung Jaspertest. Wo geht es nochmal zum Schicksalsberg? [Hersteller, Warentests und so in der Katzenernährung]

Jasper: Stiftung Jaspertest. Wo geht es nochmal zum Schicksalsberg? [Hersteller, Warentests und so in der Katzenernährung]

Katz, Katz, Katz… Da rackert man sich ab, den ollen Ring zum Schicksalsberg zu tragen und den zu versenken und dann kommt da wieder so eine Stiftung Warentest, die wie das Auge Saurons den Blick auf den Ring richtet und man steht da plötzlich voll erleuchtet, die Schrift erstrahlt in hellem Glanz und man darf erstmal den Eiertanz machen und der Ring wiegt auf einmal 3 Tonnen.

Was der Ring symbolisiert ist natürlich logisch:

„sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkle zu treiben und ewig zu binden“

Der Ring steht als Synonym für …? Na klar, für das kommerzielle Katzenfutter, also das Böse.

Anika hat ja schon alle grundlegenden Gedanken zu diesem ‚Test‘ zusammengefasst, 2-3 Anmerkungen von uns sind da auch eingeflossen, dem ist nichts mehr hinzuzufügen. (Stiftung Warentest: Neuer Katzenfuttertest mit alten Fehlern)

Wir haben uns aber noch ganz andere Gedanken gemacht.

Ich denke, wir sind uns sicher einig, wenn wir davon ausgehen, dass bei Kaufland (dem Testsieger, Anm.d.Red.) keiner in einer kleinen idyllischen Küche stehen wird, Kräuter aus dem klosterähnlichen Kräutergarten holen wird und Fleisch und so in Töpfen zu Katzenfutter zusammenbrutzelt und dann in Dosen eintütet.

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LiJaLu: Ach, so sehen Fliegen vor dem fliegen aus?

LiJaLu: Ach, so sehen Fliegen vor dem fliegen aus?

Viele haben sich ja schon gefragt, was es mit dem kleinen Bild bei dem Artikel mit den Rückrufaktionen auf sich hat. Daß wir lila Dosen eigentlich mit Weihwasser bekämpfen wisst ihr Leser ja schon. Und, Mann, da hat Frauchen sich mal wieder einen Schwachsinn ausgedacht. Die hat immer so komische Ideen. Ihr bekommt nämlich oft nur die guten mit, aber was wir hier so manchmal mitmachen müssen… Ohjemineh!

In Frauchens Kopf ist es ja voll lustig, wie sie selber gerne erwähnt, und das kranke komische Hirn hat sich jetzt ein Futterbattle ausgedacht. Sie wollte ganz einfach mal wissen wie sich ein von uns verpöntes Futter so neben einem echten Premiumfutter macht. Über Tage! 7 Tage waren geplant. Hintergrund des Versuches war der Denkansatz, daß ja reines Fleisch eher nur austrocknet und nicht wirklich vergammelt. Das ist dann luftgetrocknet, wie wir mal an dem vermissten und nach einer Woche wiedergefundenen Hähnchenbollen festgestellt hatten.

Los ging es also mit den Vorbereitungen:

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LiJaLu: Rückrufaktionen für Tiernahrung [1] – wieso gibt es hier eigentlich keine?

LiJaLu: Rückrufaktionen für Tiernahrung [1] – wieso gibt es hier eigentlich keine?

Die Frage stellen wir uns immer wieder. Wir lesen ja unglaublich viel auf englischsprachigen Seiten, die dem Gesetz der Landkarte zufolge auch zumeist aus Nordamerika kommen. Mit ein Grund, warum es bei uns zum Beispiel keine Futtersorten gibt, die in den USA oder Kananda hergestellt werden ist der fehlende Informationsfluss, was eben diese Rückrufaktionen angeht. Warum das überhaupt erwähnt wird und warum es überhaupt einen ganzen Artikel dafür gibt liegt daran, daß es in diesem Jahr alleine 104 Katzenfutter oder Snacks gab, die wieder zurückgerufen wurden aus den unterschiedlichsten Gründen. Könnt ihr Euch daran erinnern wie viele Futter oder Snacks das hier bei uns waren?

Wenn ihr Euch nicht daran erinnern könnt, dann liegt ihr richtig. USA: 104 – Germany: 0

Der letzte Rückruf in Deutschland war im Jahr 2007. Eher indirekt verursacht durch Nestlé USA, deren Produkte auch in Europa vertrieben wurden.

Und dabei ist dies gar nicht so unwahrscheinlich. Hinter den besseren EU Verordnungen können wir uns auch nicht verschanzen. Wie schon Lena Landwerth im Pfotenhieb Artikel ‚Kommt die nächste Futterrückruf-Welle?‚ sagte: „Heutzutage stellt kaum ein Futterhersteller seine Marken in der eigenen Produktionsstätte her. Die Zutaten kommen aus Indien, produziert wird in China.“

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