Jasper: Der schnelle Einstieg ins Katzen BARFen: Das Vollsupplement

Jasper: Der schnelle Einstieg ins Katzen BARFen: Das Vollsupplement

Am Anfang einer BARFer-Karriere steht meist die Verzweiflung. 

Die Informationen sind zu mächtig, zu verschieden und es gibt viel zu viele veraltete und dadurch schlechte Informationen im Netz oder sogar in Büchern – gedruckt auf Papier für die Ewigkeit. 

Wenn man sich einmal mit der Materie beschäftigt hat, dann möchte man aber SOFORT losziehen und seiner Katze SOFORT all die guten Eigenschaften der Rohfütterung zukommen lassen, die man in ihr sieht. Oder die Katze ist krank oder hat eine Unverträglichkeit auf industrielles Futter, dann möchte man auch so schnell wie möglich umsteigen, so dass es der Katze wieder besser geht. Gerade bei Unverträglichkeiten/Allergien gibt es da teilweise sensationelle Erfolge, wo Katzen nach einem langen Leidensweg innerhalb von einer Woche symptomfrei sind.  

Ein schneller Einstieg ist aber aufgrund der ganzen Informationen eher nicht zu empfehlen. Selbst wenn man sich das ganze Basiswissen innerhalb von 2-3 Wochen im Rahmen eines Kurses, geeigneter Fachliteratur oder einer guten Gemeinschaft erarbeitet, dauert es eine ganze Weile, bis die Informationen wirklich sitzen. Hat man die Hände einmal tief in die Schüssel mit dem Fleischmix vergraben, ist es eher hinderlich, wenn man jetzt nochmal nachblättern muss wie das mit dem Vitamin E war und ob das Lachsöl mit eingefroren werden darf oder ob die Möhren jetzt gekocht oder roh mit rein müssen.  

Ein guter Kompromiss ist es da, wenn man erst mal mit einem Vollsupplement ins Geschehen einsteigt und dann nach und nach lernt, wie es richtig geht, um dann vom ‚Kinderbarfen‘ aufs ‚Erwachsenenbarfen‘ umzusteigen 😉 Denn dauerhaft bei einem Vollsupplement zu bleiben ist unter bestimmten Voraussetzungen auch nicht gut.  

Sag mir doch, schlauer Kater, was ist denn jetzt überhaupt ein Vollsupplement? 

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Jasper: Operation ‚Mampf‘ erfolgreich beendet [Fasten von Katzen vor Operationen]

Jasper: Operation ‚Mampf‘ erfolgreich beendet [Fasten von Katzen vor Operationen]

Letztens haben wir eine interessante These gehört. Dr. Andrew Jones, ein enfant terrible der amerikanischen Tierarztszene sagte, dass sein damaliger Mentor Katzen vor Operationen nur 2 Stunden vorher hat fasten lassen, da sonst der Glucosespiegel zu niedrig sei und die Katzen sich dadurch deutlich schwerer in der Aufwachphase tun und auch während der OP das Risiko höher sei. Er hat das seitdem auch so gehandhabt und konnte keine Nachteile erkennen. Im Gegenteil. Nur Vorteile.

Fanden wir spannend. Haben wir so noch nie gehört und wollten wissen, was da dran ist.

Vor der OP – Präoperative Massnahmen

Ein (guter) Tierarzt wird Miez vor einer OP untersuchen und mögliche Risiken abklären. Dazu gibt es eine genormte „ASA-Risikoklassifizierung“ der American Society of Anesthesiologists (ASA), welche von HENKE et al. (2004) für die Anwendung am Tier modifiziert wurde. Die Stufe 1 ist die mit dem geringsten Risiko und die Kandidaten der Stufe 5 sind eigentlich vor der OP schon mit einer Pfote auf der Regenbrücke, aber ohne Operation auf jeden Fall in Kürze auch mit den restlichen Pfoten. Anhand der Risikostufe wird entschieden, welche weiteren Maßnahmen notwendig sind. So werden zum Beispiel mehr Laborwerte angefordert, die Narkosemittel sind andere oder es werden viel mehr Werte während der OP überwacht.  Es gibt noch eine Stufe 6, aber die ist Notmaßnahmen vorbehalten und fällt daher als präoperative Maßnahme raus.

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Jasper: Stiftung Jaspertest – von Windmühlen und Mauern [Stiftung Warentest Katzenfuttertest 2017]

Jasper: Stiftung Jaspertest – von Windmühlen und Mauern [Stiftung Warentest Katzenfuttertest 2017]

Stiftung Warentest hat Katzenfutter getestet und endlich ist mal wieder was los in der Katzenszene. Das Thema haben wir damals wie genügend andere Blogger durchgekaut und einiges an neuen Erkenntnissen beigesteuert, die sich dankenswerterweise auch immer noch zahlreicher Klicks erfreuen. Zum einen war das unser Beitrag darüber, welcher Hersteller hinter den getesteten Sorten steht, nur um herauszufinden, dass es am Ende nur wenige gemeinsame Nenner gibt. So stammen die bei Discountern erhältlichen Futter zumeist aus einer einzigen Futterschmiede. Sog. Whitelabelprodukte, die nur wenig Unterschiede haben, aber viele Gemeinsamkeiten. Nachlesen kann man das hier:

Stiftung Jaspertest: Wo geht es nochmal zum Schicksalsberg?

Das hat die Stiftung Warentest dann auch erkannt (oder bei uns gelesen), es sollte dann aber nachgelagert eigentlich schon stutzig machen, dass dies dann zu solch unterschiedlichen Bewertungen führt und als Schlussfolgerung daraus könnte man ja mal die Testkriterien in Frage stellen.

Über den Test an sich und die Bedeutung dessen haben wir uns ebenfalls schon viele Gedanken gemacht und diese im Interview mit dem Katzennetzwerk zum Ausdruck gebracht:

Stiftung Jaspertest – im Interview mit dem Katzennetzwerk

Dort ist auch erwähnt, dass es eben keine Kontrollinstanz gibt, die entscheidet, welches ein gutes Futter ist und was nicht und dass der Halter selbst dafür verantwortlich ist das zu wissen, was dann zu der Tatsache führt, dass wir solch einen Test im Grunde eigentlich sinnvoll finden.

Ja. Finden wir. Das macht ja sonst keiner.

Aber man hätte es gut machen können.

Gut wäre es gewesen, wenn dies z. B. ein Gremium machen würde, dass andere, den Verbrauchern viel brennender auf den Lippen liegende Kriterien wählen würde. Und warum das nach 2014 und dem gewaltigen Shitstorm auch im Jahr 2017 immer noch nicht geklappt hat, das hat uns eigentlich am meisten überrascht.

Warum ist der Test dem von 2014 so ähnlich? Und dem von 2008? Voraussichtlich 2020 steht der nächste Futtertest an. Wie können wir Verbraucher uns verständlich machen, dass wir etwas ganz anderes getestet haben möchten?

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Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Aktuell (November 2016) grassiert wieder die Vogelgrippe in Deutschland. Auf einem Hof in Schleswig-Holstein ist der Sub-Typ H5N8 aufgetreten, was zur Folge hatte, dass der gesamte Bestand von 30.000 Tieren getötet werden muss(te). Zum ersten Mal war eine geschlossene Massentierhaltung betroffen. Normalerweise sind besonders Tiere in Freilandhaltung gefährdet, wenn der Erreger bei dem natürlichen Reservoir, den Wildvögeln (vorwiegend Wasservögeln), aufgetreten ist, weswegen als erstes Stallpflicht in gefährdeten Gebieten verordnet wird.

Die Vogelgrippe hat viele Namen: Aviäre Influenza, hochpathogene aviäre Influenza (HPAI), Vogelgrippe, Geflügelpest, Geflügelpocken (engl.: fowl pox) und eine ganze Reihe an Subtypen mit komischen Namen nach dem Schema H[x]N[y]. Sie tritt regelmässig auf und man denkt dann immer: ‚Oh, die Vogelgrippe ist zurück‘, dabei war sie niemals weg. Pragmatisch gesagt handelt es sich dabei um Vogelkacke, konserviert im Eis für Jahrmillionen.

Das Prinzip ist tatsächlich so, dass die Viren über Vögel im Herbst während der Flüge in wärmere Gefilde durch Vogelkacke ihren Weg auf Wasseroberflächen finden, dann mit einfrieren und im Frühjahr nach dem Schmelzen rufen können: „Ich bin wieder da!“ Etwas ungünstig ist dies in Gegenden, wo das Eis nicht regelmässig auftaut, sondern auch für mehrere Jahre gefroren bleibt. Dort können sie dann irgendwann rufen: „Wir sind wieder da! Und meine Onkels und Tanten von vor tausend Jahren auch!“ [ZHANG et al. 2006]1 [HURT et al. 2014]2 Genauso kann das Virus natürlich während der Zugperioden leicht von A nach B getragen werden.

Die Vogelgrippe ist also ein immerwiederkehrendes Übel – weltweit- mit dramatischen Auswirkungen vor allem für, ihr ahnt es, Vögel. Während sich das Virus im Eis und in Vögeln besonders wohl zu fühlen scheint, ist es aber mit Hitze und einfachen Desinfektionsmitteln gut zu bekämpfen. Jetzt können einige der Viren aber nicht nur Vögeln was anhaben, sondern auch Menschen, Hunden, Frettchen und Katzen und deswegen gibt es diesen Artikel.

  1. Studie: „Evidence of Influenza A Virus RNA in Siberian Lake Ice“ – Journal of Virology, Dec. 2006 []
  2. Studie: „Detection of Evolutionarily Distinct Avian Influenza A Viruses in Antarctica“ – mBio Journal of the American Society for Microbiology []
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Jasper: Eine Insel in der Dose und ein tiefes, tiefes Tal… [Das Wasser in der Katzenfutterdose]

Jasper: Eine Insel in der Dose und ein tiefes, tiefes Tal… [Das Wasser in der Katzenfutterdose]

Auch im Jahr 2015 gibt es etliche Wissenslücken, die munter verbreitet werden, als gäbe es kein Morgen. Eine davon wollen wir uns heute mal rauspicken und näher betrachten: Das Wasser in der Dose. Hier ist natürlich die Katzenfutterdose gemeint. Ist aber bei Hundefutter nicht wirklich anders.

Drum prüfe, was sich ewig bindet!

Bevor wir zum Wasser selbst kommen, erklären wir euch nochmal kurz, was Kaltabfüllung und Heißabfüllung bedeuten. Das ist nicht unwichtig für das spätere Verständnis.

Bei der Heißabfüllung wird das Katzenfutter erst in einem großen Kessel zusammengebraut – mit allen Zutaten bei bis zu 85° C. Und wenn das Ganze fertig gebruzzelt ist, dann wird es in die Dose abgefüllt, ggf. kurz bedampft, damit ein Unterdruck erzeugt werden kann und die Dose wird dann sofort verschlossen. Anschließend wird es noch eingekocht, also konserviert – wie die Oma das früher mit der Kirschmarmelade gemacht hat – allerdings bei höllischen 121° C, damit auch wirklich alle Sporen, Keime, etc. beseitigt sind, die Botulismusgefahr verhindert und ein Unterdruck erzeugt wurde, der für die lange Haltbarkeit maßgeblich ist.

Bei der Kaltabfüllung werden alle Zutaten KALT in die Dose gefüllt, bei kalten 4° C und – ihr ahnt es vermutlich schon – die Dose verschlossen. Jetzt habt ihr also eine 4° C kalte Fleischmasse in einer geschlossen Dose. Und ihr ahnt es vermutlich – diese muss jetzt natürlich sterilisiert und konserviert werden, wobei so nebenbei die Fleischmasse darin gart. (Tut sie natürlich nicht nur nebenbei – das wird mit Argusaugen überwacht – aber schonender als die Heißabfüllung ist es für den Doseninhalt dennoch.)

Mich dürstet es. Lass mich von Deinen Lippen trinken!

Bevor wir zu des Pudels Kern kommen, quatschen wir mal noch ein wenig über das Wasser. Sicher habt ihr ja schon alle mal einen Blick auf ein Dosenetikett geworfen und dabei festgestellt, dass es da sog. Analysewerte auf der Dose gibt. Da steht dann hinter dem Makronährstoff Wasser, welche hier gerne als „Feuchte“ oder „Feuchtigkeit“ bezeichnet wird, meist eine Zahl um die 80%. Mal sind es 79%, mal sind es 83%. In seltenen Fällen kann es auch mal 67% oder 73% oder irgendeine andere Zahl sein.

Mehr ist immer besser! Oder?

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Jasper: Die Trockenfutter-Pressemitteilung

Jasper: Die Trockenfutter-Pressemitteilung

Damit das rund ist und weil unsere Leser nicht alle bei Facebook sind, posten wir das Bild hier auch nochmal, nachdem das bei Facebook schon seine Kreise gezogen hat.

Und zwar geht es um die Trockenfutter-Pressemitteilung von MARS Petcare aus 2011, die irgendwie viel zu wenig verbreitet wurde und welche uns zu folgendem Bild inspiriert hat:

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Jasper: Mama, ich kann meine Pfote nicht mehr bewegen! [Clostridium Botulinum in der Katzenernährung]

Jasper: Mama, ich kann meine Pfote nicht mehr bewegen! [Clostridium Botulinum in der Katzenernährung]

Uih, das wäre natürlich worst case, wenn ich hier nicht mehr aktiv an der Essenszubereitung teilnehmen könnte. Dann würde Mama ja machen wie sie meint. Das kann nicht richtig sein!

Damit das nicht dazu kommt haben wir euch mal alle Informationen zusammengesucht, die im Zusammenhang mit „dem Ding“ erwähnenswert sind und auch warum und wieso und was passieren kann.

Das Bakterium Clostridium Botulinum kennt ihr eher umgangssprachlich als ‚Botulismus‘ oder ‚Botulinumtoxin‘ und einige wenige Dosenöffner kennen das auch aus kosmetischen oder medizinischen Gründen (natürlich NUR aus medizinischen, ne? Gegen eure Dystonie * vermut *) in ganz spezieller Form als BOTOX®.

Clostridium Botulinum ist aber mehr, damit wird nämlich eine ganze Gruppe bezeichnet und das gibt auch unglaublich viel interessantes zu berichten – viel schwarz und weiß, mehr schwarz als weiß *zugeb* – und auch ganz viel grau. Und das graue und das schwarze – und wenig weiße, das gucken wir uns jetzt mal näher an.

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(grau und schwarz und ganz wenig weiß)

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LiJaLuJi: Die 10 häufigsten Gründe für Tierarztbesuche in 2014 [VPI – Veterinary Pet Insurance]

LiJaLuJi: Die 10 häufigsten Gründe für Tierarztbesuche in 2014 [VPI – Veterinary Pet Insurance]

Von einer der größten amerikanischen Tierversicherungen, der VPI, wurden jetzt endlich die Zahlen aus 2014 veröffentlicht. Diese umfassen alle Erkrankungen, bei denen die Versicherung die Leistungen übernimmt. In diese Statistik fliessen 525.000 Fälle (Katzen und Hunde) mit Gesamtkosten von 68 Millionen Dollar ein.

Wir haben die letzten Jahre bereits darüber berichtet, im letzten Beitrag aus 2014 haben wir sogar ein bisschen mehr über die möglichen Ursachen geschrieben, die bei fast allen Fällen definitiv ernährungsbedingt sind und theoretisch sogar bei allen Erkrankungen auch ernährungsbedingt sein könnten.

Hier nochmal die Zahlen von 2013 aus dem letzten Artikel:

1. Erkrankungen der Blase/Harnwege
2. Zahn(fleisch)erkrankungen
3. Chronische Nierenerkrankungen
4. Schilddrüsenüberfunktion
5. Magenbeschwerden/Erbrechen
6. Diabetes
7. Darmbeschwerden/Durchfall
8. Lymphome
9. Infektion der oberen Atemwege
10. Hautallergien

Und hier jetzt die aktuellen Zahlen aus 2014 für Katzen:

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