Jasper: Die Sache mit dem Doctor [Ernährungsberater für Hund & Katze bei chW]

Jasper: Die Sache mit dem Doctor [Ernährungsberater für Hund & Katze bei chW]

Kennt ihr, ne? Den Doctor.

„Doctor who?“

Ja, das haben wir uns nach 75% des Kurses auch gefragt. Kurz vor Block 4 stürzte er am Wassergraben und stand nicht wieder auf. Nun gut. Irgendwann im Januar stand er wieder auf, aber da wusste man bereits wie tief und schlammig der Wassergraben war, so dass einen das auch nicht mehr interessiert hat. Ein Moloch ist dieser Wassergraben. Und „Doctor“ stimmt ja auch nicht mehr.

Von wem wir da eigentlich reden?

Tja, das ganze Thema ist ziemlich schwierig. Aber wiederum zu wichtig, um nicht auch anderen zugänglich gemacht zu werden. Auch wenn uns zahlreiche Groupies bespucken und verfluchen werden. Nun gut, wenn die wüssten, was wir wüssten, dann würden sie vielleicht anders darüber denken.

Worüber wir hier aber reden, ist, dass wir den Kurs zum „chW Skilled Employee in Nutrition of dogs and cats“ bei Herrn Hinterseher nach 75 % abgebrochen haben und uns immer noch die blanke Wut ergreift, wenn wir den Namen auch nur hören und irgendetwas von ihm lesen.

Viele von euch haben damals gefragt, was daraus geworden ist und wir haben nur ausweichend geantwortet, das möchten wir jetzt aber ein wenig detaillierter nachholen.

Das erste was uns damals auffiel war, dass der Kurs völlig unstrukturiert aufgebaut ist. Wenn man die dreistündigen Videos mal als Skript zusammenschreibt, dann fiel eine vernünftige Gliederung schwer. Anhand der chronologischen Reihenfolge brauchte man da nicht gehen, da musste man schon sein eigenes Köpfchen mit einbringen.

Wir hatten den Lehrgang damals eigentlich nur belegt, um unser bereits vorhandenes Wissen bestätigen zu lassen und zu vertiefen und dachten, dass ein „Dr. Dr.“ da sicherlich die beste Wahl wäre, zumal er damals für unser Empfinden noch einen einwandfreien Ruf hatte.

In Block 1 und 2 waren die Informationen auch soweit alle korrekt, das meiste kannten wir schon, damit stimmten wir überein. Die Zwischenprüfungen legten wir dann auch mit Bravour ab. In Block 3 gab es dann auf einmal die ersten Ungereimtheiten. Fan-Geschichten und Groupiegehabe war uns nie gegeben, wir haben immer alles kritisch hinterfragt, was uns als Wissen unterbreitet wurde und hier gab es dann die ersten Falschinformationen oder veraltetes Wissen, was sicherlich auch daraus resultierte, dass man sich mehr an „Kamphues“ orientierte und weniger an „Zentek“. Insider werden wissen, was wir meinen.

Dann kamen auch schon organisatorische no-gos dazu,  wie die Zwischenprüfung zu Block 3 einfach abzusagen. Am Montagabend um 19:02 Uhr via Mail. Bei einer Prüfung am Dienstag um 19:00 Uhr. Wegen eines Audits. In der Mail stand dann „man müsse so reagieren“ und das Audit wurde irgendwie von allen möglichen Instanzen durchgeführt. Dass Gott nicht aufgeführt wurde hat uns echt gewundert, aber warum man tagsüber kein Audit abhalten kann und abends eine Prüfung, das hat uns noch mehr gewundert.

Wir waren stinksauer darüber, da Frauchen somit 2 Urlaubstage verschenkt hatte, die sie zur Vorbereitung immer genommen hat und wir haben natürlich im Team mit mehreren misstrauisch gewordenen Kursteilnehmern bei den genannten Instanzen nachgefragt, was es mit dem Audit auf sich habe. Tja, die überraschende Antwort war dann bei allen 4 Instanzen, dass sie von einem Audit gar nichts wüssten und das auch nicht üblich wäre.

Es handelte sich dabei um:

  • Bayerisches Landesinnenministerium
  • Bayerische Landestierärztekammer
  • Agentur für Arbeit
  • LMU-München

Also keine kleinen Fische. Die Nachfrage bei der Tierärztekammer war dann auch die spannendste, denn dort kannte man keinen Dr. Hinterseher. Auch keinen Tierarzt Hinterseher. Sicherlich ein Versehen, denn er behauptet ja vehement, dass er praktiziert habe und dass sein Wissen auf langjähriger Erfahrung basiere…

In den Unterlagen kann man das leider nur wenig erkennen. Auch wenn der Ernährungskurs jetzt zu 2 Drittel noch in Ordnung war, haben wir leider auch viel zu viel Geld in die teilweise sehr schlechten ITPs und anderen Videokurse gesteckt.

Unser ganz persönliches Highlight war aber der Moment, in dem wir es wagten via Mail konstruktive Kritik daran zu üben. Als Antwort bekamen wir dann, dass wir uns bitte neu orientieren mögen.

Ist ja auch eine Frechheit, dass man versierte und einwandfrei recherchierte Informationen für sein Geld haben möchte. Eine UNVERSCHÄMTHEIT ist das. Immerhin schenkt man uns RÜHRSELIG die ganze Aufmerksamkeit, da kann man doch gefälligst einfach nur seiner BEWUNDERUNG kund tun. Gegen Geld versteht sich. Wissen scheint also bei vielen in der Priorität nicht so sehr weit vorne zu liegen.

Wir wussten schon gar nicht mehr, ob wir lachen oder weinen sollten, so lächerlich hatte sich das Ganze mittlerweile entwickelt. Aber wir waren nicht die einzigen Teilnehmer und so konnten wir sicher sein, dass nicht wir falsch lagen, sondern wir konnten die Problematik eindeutig identifizieren.

Danach lag der Kurs dann noch monatelang brach, weil man auf die ZFU-Zulassung wartete, die aber für den weiteren Verlauf des Kurses völlig unerheblich war und zu dem Zeitpunkt auch noch gar nicht beantragt war. Woher wir das wussten? Na, natürlich hat das Aufklärungsteam auch bei der ZFU nachgefragt.

Die ganzen Vorgänge empfanden wir in ihrer Summe als Unverschämtheiten, Lügen und Betrug, so dass wir uns entschieden, den Lehrgang abzubrechen und mit Herrn Hinterseher nichts mehr zu tun zu haben. Wir haben also über 400 Euro alleine für diesen Kurs in den Sand gesetzt. Dies ging dann sogar soweit, dass wir unser Frauchen jetzt in ein Studium an eine Fernschule geschickt haben, die mit dieser Person garantiert so gar nichts zu tun hat. Dort wird Frauchen in 2 Jahren dann nach praktischen, schriftlichen, mündlichen Prüfungen und Facharbeiten hoffentlich Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Kräuter- / Vitalpilztherapeutin sein und wir stellten bereits erfreut fest, dass sie in den ersten beiden Skripten in der Ernährungsberatung jetzt schon mehr gelernt als in den 3 von 4 Blöcken bei Mister Who.

Wer unser Frauchen kennt, weiß, dass sie eigentlich eine friedliche und größtenteils vernünftige Person ist, die Humor hat und eher rational agiert. Die unterdrückte Wut, die in diesem Artikel durchklingt könnte den einen oder anderen Leser verwirren, sollte  aber eher erahnen lassen, wie schlimm das Ganze wirklich ist. Andere hätten längst einen Rechtsweg beschritten und öffentlich Zeter und Mordio geschrien. Und dass es sich hier auch um keine beleidigte Racheaktion handelt, weil man zu schlecht für den Kurs war, können wir euch hier nachweisen:

Neben uns haben auch noch genug andere Teilnehmer die Nase voll gehabt und den Kurs abgebrochen. Falls ihr also nach einer vernünftigen Weiterbildung sucht, bei der Wissen vor Bewunderung steht: Ihr kennt das.

Jasper: Der schnelle Einstieg ins Katzen BARFen: Das Vollsupplement
Saanti: Der Notfallfaltboxfall

4 Kommentare

  1. Sabine Perschbacher
    23 Aug 2017

    kraaaaaaaaaass o.O

  2. When the Cat is Away
    23 Aug 2017

    Ach du Schei*e. Ich wäre bestimmt bei denen, die einen weitaus weniger netten Beitrag zu diesem Thema geschrieben hätte. Und je nach Risiken von eigenen Kosten eine Anzeige bei der Polizei wegen Betrug aufgegeben hätte.

    Herr Hinterseher kann froh sein, dass Frauchen das nicht macht – ganz besonders, weil sie im Gegensatz zu mir einen großen Blog hat, der recht viele Leser erreicht. (Gut, dass würde bei der Polizei (hoffentlich) keinen Unterschied machen).

  3. TierheilpraxisRheinau
    17 Okt 2017

    Unglaublich. Das sollte man schon allein wegen Urkundenfälschung anzeigen, damit in Zukunft nicht nochmehr Leute drauf reinfallen. Wissen die LMU München usw davon? LG Yvonne Bach

    • the3cats+2
      17 Okt 2017

      Ja, die genannten Instanzen haben im Rahmen der Recherche natürlich Bescheid bekommen und auch ihrerseits verschiedene Belege angefordert, die sie auch bekommen haben. Was letztendlich daraus geworden ist, ist uns aber nicht bekannt. Andere Teilnehmer haben auch selbst den Rechtsweg beschritten. Ist auf jeden Fall einer der schwärzeren Momente für unser Frauchen gewesen. Und was hätte man davon lecker Snacks kaufen können(!) 🙁 Schnurrige Grüße, Jasper

Maunz uns was...

%d Bloggern gefällt das:

Diese Seite verwendet Kekse äh Cookies. Mit der Nutzung dieser Seite erklärst du Dich automatisch damit einverstanden. weitere Informationen

Was sind Cookies? Cookies sind generell kurze Textinformationen, die Webserver im Browser speichern und später wieder abrufen können. Webanbieter nutzen Cookies für vielerlei Funktionen, von spezifischen Einstellungen für Webseiten bis hin zum Verfolgen Ihres Surfverhaltens. Cookies können unterschiedlich lang im Browser gespeichert bleiben. Davon unabhängig bietet jeder Browser die Möglichkeit, sich die Cookies anzeigen zu lassen, einige oder alle zu löschen oder das Speichern von Cookies ganz zu blockieren. Es gibt viele Mythen über Cookies. Um damit aufzuräumen, schaffen wir Klarheit: Was Cookies nicht sind: * Cookies sind keine Viren, und können auch keine Schadsoftware auf dem Computer installieren. Sie sind nur kurze Texte, die zwischen Webserver und Browser ausgetauscht werden. * Cookies sind nicht für das Öffnen von Pop-up-Fenstern zuständig. Ein Cookie kann jedoch die Information speichern, dass ein Pop-up-Fenster bereits angezeigt wurde, so dass es nicht mehr erscheint. * Cookies werden nicht zum Versenden von Spam verwendet. * Cookies werden nicht ausschließlich für Werbezwecke eingesetzt. (Quelle: https://www.verbraucher-sicher-online.de/artikel/cookies-kruemel-moechte-keks-haben-teil-1)

Schließen