LiJaLu: Buchrezension „Wegweiser Katzenfutter“ von Lena Landwerth

LiJaLu: Buchrezension „Wegweiser Katzenfutter“ von Lena Landwerth

Nachdem der Hals nach unserer letzten Buchrezension wieder abgeschwollen ist – was nicht zuletzt an der netten Gabe von Baldriankissen von der Birgit gelegen hat – haben wir uns heute mal unser zweites Buch aus dem CADMOS Verlag vorgenommen und zwar:

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Wegweiser Katzenfutter

– Artgerechte Nahrung für Stubentiger –
Lena Landwerth, 2012
Cadmos, ISBN 978-3-8404-4010-6
80 Seiten, 17 x 24 cm, durchgehend farbige Abbildungen, Softcover

Details:
Endlich ein Wegweiser durch den kätzischen Futterdschungel, der nicht eine Fütterungsmethode verteufelt, sondern Vor- und Nachteile aufweist und zeigt, dass es gar nicht so schwer ist, den Stubentiger artgerecht zu versorgen.

Aus dem Inhalt:
• Nährstoffe für ein gesundes Katzenleben
• Gutes Fertigfutter erkennen
• Einführung in die Rohfütterung
• Selbst kochen für die Katze
• Entscheidungshilfe: die richtige Fütterungsmethode finden
• Spezielle Ernährung bei Allergien und Krankheiten

Die Autorin:
Lena Landwerth ist Gründerin und Chefredakteurin des im Cadmos Verlag erscheinenden Katzen-Bookazins „Pfotenhieb“ (www.pfotenhieb.de) und Autorin mehrerer Fachbücher rund um das Thema Katze. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen in einem kleinen Dorf im Nordwesten der USA.
(Quelle: www.cadmos.de)

Wie immer fragen wir uns für welchen Leserkreis es geschrieben sein mag. Zu allererst müssen wir aber sagen, daß wir den Titel immer total falsch verstanden haben. Wir haben das ja schon öfter mal irgendwo gesehen, haben aber immer gedacht, daß es sich um so etwas wie einen Etikettenlesekurs handelt. Also Leute, die im Fachhandel vor den Regalen stehen und nicht wissen was sie ihren Katzen geben sollen können dann nachschlagen und anhand des Buches überprüfen was sie da gerade kaufen. Aber das stimmt gar nicht. Das Buch kann viel mehr.

Wir denken also, daß es perfekt wäre für frischgebackene Katzenhalter. Welche, die verunsichert sind von den ganzen Futterkriegen, die im Internet herrschen. Vermutlich sagt der Tierarzt das eine und erfahrene Katzenhalter aus dem Bekanntenkreis das andere, so daß man am Ende total verunsichert ist. Und hier steigt das Buch ein.

Der Leser lernt grundsolides Basiswissen. Ob es die Anatomie ist, die Vorgänge im Verdauungstrakt, wie man Etiketten interpretiert oder die Grundbedürfnisse. All das lernt man kompakt und detailliert auf den ersten 30 Seiten. Dann geht es auch schon zur Rohfütterung mit soliden Details. Die Aussagen sind alle korrekt und gehen teilweise auch etwas mehr in die Tiefe. Man darf nicht vergessen, daß hier die Fütterungsmethoden vorgestellt und erläutert werden. Daß man nach dem Lesen des Buches mit dem BARFen beginnen kann ist nicht der Fall.

Und dann kommen wir zu Seite 42, die uns unsanft ins Auge springt. Ob es Zufall ist, daß es ausgerechnet die Seite 42 ist? Ist es Zufall, daß Google bei dem Suchbegriff „the answer to life, the universe and everythingausgerechnet die Zahl 42 ausspuckt? Ist es Zufall, daß die 42 das kürzeste und bekannteste Zitat aus dem Film „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist? Wir glauben nein. Auf Seite 42 lebt ein Hauch des Buches „BARFen für Katzen“ auf, nicht unbedingt ein Sternchengarant auf der Stempelkarte für Musterschüler. Die Ewigkeit holt uns ein.

Dann wird die Kochmethode vorgestellt, mit einem einfachen Rezept zum „Ausprobieren“. Sicherlich sinnvoll, daß man auch mal ausprobieren kann wie einem der „Futterschuh“ so passt. Und es steht extra dabei, daß die Rezepte nicht zur täglichen Fütterung verwendet werden dürfen.

Sehr nett auch, daß der Leser sich immer wieder selbst mit dem Thema auseinandersetzen kann in den Fragebögen und Steckbriefen, die regelmäßig an wichtigen Stellen ins Buch eingebaut wurden.

Ebenso möchten wir die tolle Qualität des Buches hervorheben, wenn auch die Farbwahl der „Merktafeln“ etwas hervorspringt. Wohlwollend könnte man das als Schoko mit Erdbeersauce bezeichnen. Für Leute die sich in den Farben kleiden hat Frauchen, das kleine Lästermaul, auch eine andere Bezeichnung, die wir hier nicht wiedergeben möchten.

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(„sicher, daß das Schoko mit Erdbeer ist? Für mich sieht das anders aus…“)

Am Ende des Buches gibt es dann Hilfestellungen, wie der Leser die Fütterungsmethode findet, die für ihn am besten geeignet ist und denen wir sehr gute Chancen einräumen, daß der Leser diese auch tatsächlich findet.

Bei einigen Aussagen, vor allem den erwähnten Studien, hätten wir uns ein wenig mehr Quellenangaben gewünscht, da so mancher Leser sicherlich den Wunsch nach mehr verspürt. So weiss man am Ende doch nicht so recht wo man nähere Informationen zum BARFen bekommt oder Rezepte zum Kochen findet. Quellenangaben die man abklappern kann sind meist ein guter Einstieg in „mehr“. Der erfahrene Katzenfutterexperte, der „mehr“ schon kennt wird nicht viel neues finden, aber zumindest hat er ein wunderbares Gastgeschenk für den nächsten Besuch an der Hand, was den Horizont eines jeden Anfängers stark erweitern wird.

Unser Fazit: Für Anfänger oder unsichere Fortgeschrittene absolut empfehlenswert (bis auf Seite 42)

Lucy: Das Grauen schläft
LiJaLu: Hoch die Tatze!

9 Kommentare

  1. Christina
    28 Aug 2013

    42 also? Habe ich über die Jahre total verdrängt. Ich sollte nicht länger nach dem Sinn des Lebens sondern lieber nach der Kiste suchen, in der ich diese verd… Trilogie vergraben habe! 😉

    • the3cats
      1 Sep 2013

      Ja, 42 🙂
      „Ich hätte gerne 42 Gramm von der Putenbrust.“
      immer und überall 😉
      LG Silke

  2. Maunzdorfener Kurier
    28 Aug 2013

    Die Rezension hört sich ja gut an – könnt ich das Buch also guten Gewissens Leuten empfehlen, die nach wie vor Supermarktfutter oder gar TroFu *gruselkreuzzeichenmach* geben? In der Hoffnung, dass sie daraus was lernen ohne, dass ich ausfallend und laut werden muss? 😀

    • the3cats
      1 Sep 2013

      Ja, es ist genau so eine Entscheidungshilfe, daß die Leser lernen warum bestimmte Sachen nicht gut sind, welche Sachen besser wären und wie man herausfindet was für seine Lebenssituation am besten geeignet wäre. Und dazu noch völlig neutral, also ohne euphorische „musst“ „darfst nicht“ „böse“ wie uns das so schnell über die Lippen kommt 😉
      *Zwinkeraugen*

  3. von der Frau Landwerth hat Dosinchen auch schon mal was gelesen bzw. aus dem Pfotenhieb nd fand die Beiträge schon immer sehr gut. 🙂

    Schön das eurem Frauli nicht auc noch bei dem Buch der Hals geschwollen ist 😉

    Stumper
    Felix, Shadow und Ernie

    • the3cats
      1 Sep 2013

      Nee, das hätte uns auch gewundert. Lena recherchiert doch auch richtig 🙂
      *Zwinkeraugen* Linus, Jasper & Lucy

  4. Lena
    3 Sep 2013

    Vielen lieben Dank für die tolle Rezension! 🙂
    …viele Quellenangaben sind leider während der Buchbearbeitung verloren gegangen. Falls ihr noch auf der Suche nach weiteren Quellen seid: Immer her mit den Anfragen, ich suche Euch die entsprechenden Literaturstellen/-links gerne heraus!
    Viele Grüße aus dem Nordwesten der USA,
    Lena (leider nur noch mit Fleckli)

    • the3cats
      9 Sep 2013

      Hallo Lena, schön Dich hier bei uns zu sehen und lieben Dank daß Du uns die kleinen Frechdachs-Einlagen nicht krumm nimmst. Auf Seite 42 reiten wir jetzt mal nicht mehr rum 😉 Wir kennen die Studien natürlich größtenteils schon, aber wir dachten an die ganzen Anfänger, die mehr machen möchten. Du hast doch jetzt den tollen Blog. Vielleicht wäre das cool zu jedem Buch so „Sie wollen mehr?“ Seiten ins Leben zu rufen, wo Du dann auf die ganzen weiterführenden Infos verweisen kannst, die Dir am Herzen liegen?
      Liebe Grüße und *Zwinkeraugen* Linus, Jasper & Lucy (und Frauchen)

  5. Dicker Hals is auch doof … da passt dann keine Kette mehr 😛

Maunz uns was...

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