Saanti: Mr. Kuschelpuschel [Filmrezension zu „Voll Verkatert“ auf DVD, Blu-Ray und VoD]

Saanti: Mr. Kuschelpuschel [Filmrezension zu „Voll Verkatert“ auf DVD, Blu-Ray und VoD]

Vorweg: Für diesen Artikel haben wir ein Rezensionsexemplar von „Voll Verkatert“ als Blu-Ray® erhalten. Dies hat selbstverständlich keinen Einfluss auf unsere Meinung. Ebenso stand es uns frei über den Film zu berichten.

„Voll Verkatert“ auf DVD, Blu-ray und Video on Demand! © Universum Film

Als gemischter Sach- und „Unfugblog“ sind wir immer für ein Späßchen zu haben. Als uns von dem netten Ansprechpartner von der Agentur Vollkontakt angeboten wurde, über die tierische Komödie „Voll Verkatert“ zu berichten, die ab dem 31.03.2017 auf DVD, Blu-Ray® und Video on Demand (VoD) erhältlich sein wird, haben wir nur zu gerne zugesagt und weil uns der Film gefallen hat, berichten wir auch gern darüber.

Ein Sibirier mit felligen Plüschhosen als Hauptdarsteller? Das erinnert uns doch an wen? Der läuft hier auch rum. *Pfote heb* Zwar nur als Drittbesetzung hinter Starkater Jasper und Minichef Linus aber einiges, was wir in der Vorschau gesehen hatten, kam hier auch schon vor. Unser Favorit ist der Versuch hochzuspringen, verzweifelt mit den Hinterbeinen zu wedeln, während man langsam abrutscht. Schneeschuhe unter den Pfoten sei Dank. Hat hier für einige Lacher gesorgt und das noch Klassen besser als im Film *schwör* Wenn man als Katze aber einmal sein Sprungvolumen etwas trainiert hat, kann man aufhören, „elegant“ mit „f“ in der Mitte zu schreiben.

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Jinpa: Ein ganz normaler Anfall [Meine Epilepsieseiten – Einführung]

Jinpa: Ein ganz normaler Anfall [Meine Epilepsieseiten – Einführung]

Als behinderter Kater wurde ich mit einer „Cerebellären Hypoplasie“, also einer angeborenen Unterentwicklung des Kleinhirns bedacht, welche sich in einer Ataxie, einem Kopftremor und zeitweise einem Nystagmus äußert. Wackeln auf der ganzen Linie also. 50 cm Höhe sind schon eine Hürde, die ich nur mit massivem Klettereinsatz überwinden kann.

Ein Großteil meines Lebens findet auf dem Boden statt und ein großer Teil auch im Liegen. Wenn die anderen singen könnten, würden sie den ganzen Tag lang „drah di net um, der Plumpssack geht herum“ herunterdudeln. Und das passiert mir leider sehr häufig. Beim Toilettengang, nach wenigen Schritten, beim Spielen aber mittlerweile nur noch selten beim Fressen oder Trinken. Und damit bin ich ganz oben mit dabei, auf der Ursachenliste für eine Epilepsie.

Als würde mir das Leben nicht schon genug Hürden bieten, darf ich mich zusätzlich zu meiner (mittel)schweren Ataxie mit Anfällen herumplagen. Wir hatten die ganz gut im Griff, aber nach 15 Monaten ohne Anfall hing das Damoklesschwert erneut über mir. Und hat prompt wieder *plumps* gemacht:

Ein Anfall – ganz gestreckt und buschiger Schwanz, aufgenommen mit der „Kittycam“

Als Einleitung in unsere „Epilepsieseiten“, die wir in den nächsten Wochen hier aufziehen werden, gibt es heute zum Einstieg mal einen Livebericht von Frauchen. Anschliessend geht es weiter mit Hintergründen, Therapien, Alternativen und Tipps & Tricks und ganz viel Mut machen. Ihr kennt das – das was es schon gibt genügt unseren Ansprüchen nicht oder enthält auch falsche Infos, also machen wir was eigenes. Und jetzt kommt der versprochene Livebericht:

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Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Aktuell (November 2016) grassiert wieder die Vogelgrippe in Deutschland. Auf einem Hof in Schleswig-Holstein ist der Sub-Typ H5N8 aufgetreten, was zur Folge hatte, dass der gesamte Bestand von 30.000 Tieren getötet werden muss(te). Zum ersten Mal war eine geschlossene Massentierhaltung betroffen. Normalerweise sind besonders Tiere in Freilandhaltung gefährdet, wenn der Erreger bei dem natürlichen Reservoir, den Wildvögeln (vorwiegend Wasservögeln), aufgetreten ist, weswegen als erstes Stallpflicht in gefährdeten Gebieten verordnet wird.

Die Vogelgrippe hat viele Namen: Aviäre Influenza, hochpathogene aviäre Influenza (HPAI), Vogelgrippe, Geflügelpest, Geflügelpocken (engl.: fowl pox) und eine ganze Reihe an Subtypen mit komischen Namen nach dem Schema H[x]N[y]. Sie tritt regelmässig auf und man denkt dann immer: ‚Oh, die Vogelgrippe ist zurück‘, dabei war sie niemals weg. Pragmatisch gesagt handelt es sich dabei um Vogelkacke, konserviert im Eis für Jahrmillionen.

Das Prinzip ist tatsächlich so, dass die Viren über Vögel im Herbst während der Flüge in wärmere Gefilde durch Vogelkacke ihren Weg auf Wasseroberflächen finden, dann mit einfrieren und im Frühjahr nach dem Schmelzen rufen können: „Ich bin wieder da!“ Etwas ungünstig ist dies in Gegenden, wo das Eis nicht regelmässig auftaut, sondern auch für mehrere Jahre gefroren bleibt. Dort können sie dann irgendwann rufen: „Wir sind wieder da! Und meine Onkels und Tanten von vor tausend Jahren auch!“ [ZHANG et al. 2006]1 [HURT et al. 2014]2 Genauso kann das Virus natürlich während der Zugperioden leicht von A nach B getragen werden.

Die Vogelgrippe ist also ein immerwiederkehrendes Übel – weltweit- mit dramatischen Auswirkungen vor allem für, ihr ahnt es, Vögel. Während sich das Virus im Eis und in Vögeln besonders wohl zu fühlen scheint, ist es aber mit Hitze und einfachen Desinfektionsmitteln gut zu bekämpfen. Jetzt können einige der Viren aber nicht nur Vögeln was anhaben, sondern auch Menschen, Hunden, Frettchen und Katzen und deswegen gibt es diesen Artikel.

  1. Studie: „Evidence of Influenza A Virus RNA in Siberian Lake Ice“ – Journal of Virology, Dec. 2006 []
  2. Studie: „Detection of Evolutionarily Distinct Avian Influenza A Viruses in Antarctica“ – mBio Journal of the American Society for Microbiology []
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Jasper: Mein Brief als Buch [Fotobuch von Saal Digital]

Jasper: Mein Brief als Buch [Fotobuch von Saal Digital]

Vorweg: Das Fotobuch in diesem Beitrag haben wir kostenlos von Saal Digital erhalten. Das hat selbstverständlich keinen Einfluss auf unsere Meinung.

Das Fotolabor Saal Digital kennen wir schon seit Frauchens erstem Fotokurs beim Karsten. Das ist schon dreieinhalb Jahre her und damals hatte sie ihn beim Kompakt-Einsteiger-Seminar viele Löcher in den Bauch gefragt, unter anderem, ob er ein gutes Labor empfehlen kann. Daraufhin gab er uns ein kleines Heftchen mit Musterabzügen auf verschiedenen Papiersorten, die schon ziemlich beeindruckend waren. Das Heftchen war von Saal Digital. Notiert. Gemerkt. Ausprobiert.

Als wir vor vielen Wochen von einer Möglichkeit erfuhren, das Fotobuch testen zu können, haben wir sofort zugeschlagen. Wir stellen unsere Nicht-Katzenfotos bei Pixabay unter einer CC0-Lizenz zur freien Verfügung und da sind schon einige beliebte Motive bei, so dass wir auch als „ambitionierte Hobbyfotografen“ nicht das Gefühl hatten, uns total lächerlich mit unseren ’schlechten‘ Fotos zu machen.

Umso erfreuter waren wir, dass wir sehr rasch angenommen wurden. Saal Digital hat sich letztendlich weniger gefreut, nachdem sie uns die vermutlich zwanzigste Erinnerung schicken mussten. Frauchen ist einfach völligst verpeilt. Deswegen schickt die mich jetzt wieder vor, denn wer kann mir schon böse sein?

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Als es um die Umsetzung ging, musste ich genauso wieder herhalten.

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Saanti: Wenn der Kater vor Wut schäumt [(Fledermaus-)Tollwut bei Katzen]

Saanti: Wenn der Kater vor Wut schäumt [(Fledermaus-)Tollwut bei Katzen]

Wir hatten schon lange vor, diesen Artikel zu schreiben und ihn immer wieder vor uns hergeschoben. Neuste Ereignisse veranlassen uns jedoch, dies schleunigst nachzuholen. Wegen der Eile beschränken wir uns jetzt erst einmal auf „die andere Tollwut“.

Tollwut bei Katzen ist ja eigentlich so ein überflüssiges Thema für deutsche Katzen in deutschen Haushalten. Ich selbst durfte meine Erfahrungen damit sammeln, weil ich aus der Ukraine eingereist bin. Die Ukraine ist einreisetechnisch gesehen ein sog. Drittland und zudem tritt dort noch regelmäßig Tollwut auf, weswegen für Tiere, die ‚in die EU verbracht‘ werden sollen, besondere Bestimmungen gelten.

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Bei mir war das eine Impfung, eine Wartezeit, ein Titertest und wieder eine Wartezeit und dann durfte ich rein nach Deutschland. Ich bin ja auch so gesehen ein Flüchtling. Die anderen munkeln zwar, ich wäre ein Wirtschaftsflüchtling, wenn ich mal wieder die Büffetfräse raushängen lasse und denen alles wegfutter, aber tatsächlich bin ich ja ein Kriegsflüchtling.

Der Grund, warum die Bestimmungen so streng sind, liegt natürlich klar auf der Pfote: Deutschland hat sich sehr bemüht durch strenge Impfköderpraktiken das Land offiziell seit 2008 tollwutfrei zu bekommen und das soll natürlich auch so bleiben.

Leider gibt es immer wieder schlaue Urlauber, die im Ausland eine Katze oder einen Hund retten wollen und dann mit dem Tierarzt tricksen oder das Tier bei der Rückkehr  einfach beim Grenzübertritt verstecken. Warum das völlig fahrlässig ist – sich selbst und vor allen auch den anderen Tieren im Haushalt gegenüber – das lernen wir dann im baldigen Hauptartikel über die Tollwut.

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Jasper: Gespräche mit Mama. Über die Freiheit. Und das Leben.

Jasper: Gespräche mit Mama. Über die Freiheit. Und das Leben.

Letzte Woche ist ein Kumpel von uns gestorben. Der Mikesch. Ein Bilderbuch eines kätzischen Wanderpokals, der aber dann auf seiner letzten Stelle bleiben durfte. Der Mikesch hatte eine schwere Ataxie und war dadurch ein bisschen undicht hinten. Weil er aber seinen gesicherten Garten so liebte und freien Zugang dazu hatte, war er von Frühjahr bis Herbst fast ununterbrochen draußen. Er schlief dort, spielte dort, beobachtete das Leben um ihn herum und holte sich dort auch letztendlich den sehr dramatischen und tragischen Tod, dessen Einzelheiten wir euch ersparen werden.

Die Mama hatte dann mit der Tanja (der Mama vom Mikesch) telefoniert, die natürlich total traurig war und sich Vorwürfe gemacht hat, dass sie ja eigentlich gar nichts merken konnte aber trotzdem nichts gemerkt hat. Und die Mama hat dann versucht zu trösten und meinte dann: „Naja, wenn Du ihn gefragt hättest, ob er lieber ein kurzes Leben in seinem geliebten Garten mit einem tragischen Ende oder ein langes behütetes Leben im Haus hätte haben wollen, dann weißt Du doch, was er geantwortet hätte.“

Und ich fand das ziemlich faszinierend. Hinterher fragte ich die Mama dann:

„Sag mal, Mama, wie meintest Du das denn vorhin? Ich darf ja jetzt zum Beispiel nicht in den Garten, weil das hier bei uns total gefährlich ist. Ist das Leben vom Mikesch denn dann wertvoller (gewesen) als meins?“

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Linus: Adopt, don’t buy! [Illustrations by Eden Lumaja]

Linus: Adopt, don’t buy! [Illustrations by Eden Lumaja]

Wer im Tierschutz aktiv und bei Facebook unterwegs ist, der ist auf jeden Fall schon mal über eine der tollen Illustrationen von Eden Lumaja gestolpert. Sie gibt denen eine Stimme, die keine haben. So ziemlich jedes tierrelevante Thema wird einprägsam mit ‚ein paar Strichen‘ in eine grafische Form gebracht bei der man schnell merkt, dass der Ausspruch „Bilder sagen mehr als tausend Worte“ hier seine Meisterin gefunden hat.

Und so gab es vor gut 3 Wochen ein Gewinnspiel auf ihrer Facebookseite, bei der man eines seiner Familienmitglieder ins Rennen schicken konnte, um mit 4 anderen für den neuen Slogan „Adopt, don’t buy“ seiner Tierart sein Gesicht zu geben.

Gesicht? Hatten wir! Die zweite Bedingung, dass die Teilnehmer aus dem Tierschutz stammten, erfüllten wir ebenfalls mit Bravour. Wir haben dann nicht lange beratschlagt und uns entschieden, den Vampirkater ins Rennen zu schicken:

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Huch, das bin ja ich!

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