Saanti: Der Notfallfaltboxfall

Saanti: Der Notfallfaltboxfall

Vor einer gefühlten Ewigkeit hatten Frauchen und Frau Schnurrblog sich in einer sehr produktiven Session über eine „Notfallbox“ unterhalten. Frauchen hat ja hier eine Art Konzept entwickelt – also eine Lösung, wie man im Fall der Fälle, den man niemals erleben möchte, 5 Katzen a.s.a.p. aus der Wohnung bekommt. Es gibt deswegen hier immer offen stehende Transportboxen und sie hat sogar eine Box, die man hinten als Rucksack nehmen kann. Nur stehen die eben alle im Schlafzimmer. Wir haben zwei Flure und die sind nicht sehr groß – wenn der Weg ins Schlafzimmer mal versperrt ist, dann kann sie sich 5 Katzen in die Hosen- und Jackentaschen stopfen – oder einen faltbaren Kennel nehmen.

Ja, ihr habt richtig gehört. Faltbar. Praktisch zu verstauen. In deutschen Minifluren – oder in Autos. Vor einer Ewigkeit schon mal gesehen, aber hier nie erhältlich gewesen. Bis jetzt.

Das Prinzip gibt es ja schon länger aus irgendwelchen Textilien oder anderen flexiblen Materialien, zumeist mit Reißverschluss, aber sie wollte ganz gerne was haben, was schnell aufzubauen ist, möglichst platzsparend verstaut werden kann, nicht wie die hässlichste Kerze auf der Torte aussieht und einen nicht im Stich lässt, wenn es darauf ankommt.

Dürfen wir vorstellen? Hier ist sie:

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Jasper: Operation ‚Mampf‘ erfolgreich beendet [Fasten von Katzen vor Operationen]

Jasper: Operation ‚Mampf‘ erfolgreich beendet [Fasten von Katzen vor Operationen]

Letztens haben wir eine interessante These gehört. Dr. Andrew Jones, ein enfant terrible der amerikanischen Tierarztszene sagte, dass sein damaliger Mentor Katzen vor Operationen nur 2 Stunden vorher hat fasten lassen, da sonst der Glucosespiegel zu niedrig sei und die Katzen sich dadurch deutlich schwerer in der Aufwachphase tun und auch während der OP das Risiko höher sei. Er hat das seitdem auch so gehandhabt und konnte keine Nachteile erkennen. Im Gegenteil. Nur Vorteile.

Fanden wir spannend. Haben wir so noch nie gehört und wollten wissen, was da dran ist.

Vor der OP – Präoperative Massnahmen

Ein (guter) Tierarzt wird Miez vor einer OP untersuchen und mögliche Risiken abklären. Dazu gibt es eine genormte „ASA-Risikoklassifizierung“ der American Society of Anesthesiologists (ASA), welche von HENKE et al. (2004) für die Anwendung am Tier modifiziert wurde. Die Stufe 1 ist die mit dem geringsten Risiko und die Kandidaten der Stufe 5 sind eigentlich vor der OP schon mit einer Pfote auf der Regenbrücke, aber ohne Operation auf jeden Fall in Kürze auch mit den restlichen Pfoten. Anhand der Risikostufe wird entschieden, welche weiteren Maßnahmen notwendig sind. So werden zum Beispiel mehr Laborwerte angefordert, die Narkosemittel sind andere oder es werden viel mehr Werte während der OP überwacht.  Es gibt noch eine Stufe 6, aber die ist Notmaßnahmen vorbehalten und fällt daher als präoperative Maßnahme raus.

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Jasper: Stiftung Jaspertest – von Windmühlen und Mauern [Stiftung Warentest Katzenfuttertest 2017]

Jasper: Stiftung Jaspertest – von Windmühlen und Mauern [Stiftung Warentest Katzenfuttertest 2017]

Stiftung Warentest hat Katzenfutter getestet und endlich ist mal wieder was los in der Katzenszene. Das Thema haben wir damals wie genügend andere Blogger durchgekaut und einiges an neuen Erkenntnissen beigesteuert, die sich dankenswerterweise auch immer noch zahlreicher Klicks erfreuen. Zum einen war das unser Beitrag darüber, welcher Hersteller hinter den getesteten Sorten steht, nur um herauszufinden, dass es am Ende nur wenige gemeinsame Nenner gibt. So stammen die bei Discountern erhältlichen Futter zumeist aus einer einzigen Futterschmiede. Sog. Whitelabelprodukte, die nur wenig Unterschiede haben, aber viele Gemeinsamkeiten. Nachlesen kann man das hier:

Stiftung Jaspertest: Wo geht es nochmal zum Schicksalsberg?

Das hat die Stiftung Warentest dann auch erkannt (oder bei uns gelesen), es sollte dann aber nachgelagert eigentlich schon stutzig machen, dass dies dann zu solch unterschiedlichen Bewertungen führt und als Schlussfolgerung daraus könnte man ja mal die Testkriterien in Frage stellen.

Über den Test an sich und die Bedeutung dessen haben wir uns ebenfalls schon viele Gedanken gemacht und diese im Interview mit dem Katzennetzwerk zum Ausdruck gebracht:

Stiftung Jaspertest – im Interview mit dem Katzennetzwerk

Dort ist auch erwähnt, dass es eben keine Kontrollinstanz gibt, die entscheidet, welches ein gutes Futter ist und was nicht und dass der Halter selbst dafür verantwortlich ist das zu wissen, was dann zu der Tatsache führt, dass wir solch einen Test im Grunde eigentlich sinnvoll finden.

Ja. Finden wir. Das macht ja sonst keiner.

Aber man hätte es gut machen können.

Gut wäre es gewesen, wenn dies z. B. ein Gremium machen würde, dass andere, den Verbrauchern viel brennender auf den Lippen liegende Kriterien wählen würde. Und warum das nach 2014 und dem gewaltigen Shitstorm auch im Jahr 2017 immer noch nicht geklappt hat, das hat uns eigentlich am meisten überrascht.

Warum ist der Test dem von 2014 so ähnlich? Und dem von 2008? Voraussichtlich 2020 steht der nächste Futtertest an. Wie können wir Verbraucher uns verständlich machen, dass wir etwas ganz anderes getestet haben möchten?

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Saanti: Mr. Kuschelpuschel [Filmrezension zu „Voll Verkatert“ auf DVD, Blu-Ray und VoD]

Saanti: Mr. Kuschelpuschel [Filmrezension zu „Voll Verkatert“ auf DVD, Blu-Ray und VoD]

Vorweg: Für diesen Artikel haben wir ein Rezensionsexemplar von „Voll Verkatert“ als Blu-Ray® erhalten. Dies hat selbstverständlich keinen Einfluss auf unsere Meinung. Ebenso stand es uns frei über den Film zu berichten.

„Voll Verkatert“ auf DVD, Blu-ray und Video on Demand! © Universum Film

Als gemischter Sach- und „Unfugblog“ sind wir immer für ein Späßchen zu haben. Als uns von dem netten Ansprechpartner von der Agentur Vollkontakt angeboten wurde, über die tierische Komödie „Voll Verkatert“ zu berichten, die ab dem 31.03.2017 auf DVD, Blu-Ray® und Video on Demand (VoD) erhältlich sein wird, haben wir nur zu gerne zugesagt und weil uns der Film gefallen hat, berichten wir auch gern darüber.

Ein Sibirier mit felligen Plüschhosen als Hauptdarsteller? Das erinnert uns doch an wen? Der läuft hier auch rum. *Pfote heb* Zwar nur als Drittbesetzung hinter Starkater Jasper und Minichef Linus aber einiges, was wir in der Vorschau gesehen hatten, kam hier auch schon vor. Unser Favorit ist der Versuch hochzuspringen, verzweifelt mit den Hinterbeinen zu wedeln, während man langsam abrutscht. Schneeschuhe unter den Pfoten sei Dank. Hat hier für einige Lacher gesorgt und das noch Klassen besser als im Film *schwör* Wenn man als Katze aber einmal sein Sprungvolumen etwas trainiert hat, kann man aufhören, „elegant“ mit „f“ in der Mitte zu schreiben.

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Jinpa: Ein ganz normaler Anfall [Meine Epilepsieseiten – Einführung]

Jinpa: Ein ganz normaler Anfall [Meine Epilepsieseiten – Einführung]

Als behinderter Kater wurde ich mit einer „Cerebellären Hypoplasie“, also einer angeborenen Unterentwicklung des Kleinhirns bedacht, welche sich in einer Ataxie, einem Kopftremor und zeitweise einem Nystagmus äußert. Wackeln auf der ganzen Linie also. 50 cm Höhe sind schon eine Hürde, die ich nur mit massivem Klettereinsatz überwinden kann.

Ein Großteil meines Lebens findet auf dem Boden statt und ein großer Teil auch im Liegen. Wenn die anderen singen könnten, würden sie den ganzen Tag lang „drah di net um, der Plumpssack geht herum“ herunterdudeln. Und das passiert mir leider sehr häufig. Beim Toilettengang, nach wenigen Schritten, beim Spielen aber mittlerweile nur noch selten beim Fressen oder Trinken. Und damit bin ich ganz oben mit dabei, auf der Ursachenliste für eine Epilepsie.

Als würde mir das Leben nicht schon genug Hürden bieten, darf ich mich zusätzlich zu meiner (mittel)schweren Ataxie mit Anfällen herumplagen. Wir hatten die ganz gut im Griff, aber nach 15 Monaten ohne Anfall hing das Damoklesschwert erneut über mir. Und hat prompt wieder *plumps* gemacht:

Ein Anfall – ganz gestreckt und buschiger Schwanz, aufgenommen mit der „Kittycam“

Als Einleitung in unsere „Epilepsieseiten“, die wir in den nächsten Wochen hier aufziehen werden, gibt es heute zum Einstieg mal einen Livebericht von Frauchen. Anschliessend geht es weiter mit Hintergründen, Therapien, Alternativen und Tipps & Tricks und ganz viel Mut machen. Ihr kennt das – das was es schon gibt genügt unseren Ansprüchen nicht oder enthält auch falsche Infos, also machen wir was eigenes. Und jetzt kommt der versprochene Livebericht:

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Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Aktuell (November 2016) grassiert wieder die Vogelgrippe in Deutschland. Auf einem Hof in Schleswig-Holstein ist der Sub-Typ H5N8 aufgetreten, was zur Folge hatte, dass der gesamte Bestand von 30.000 Tieren getötet werden muss(te). Zum ersten Mal war eine geschlossene Massentierhaltung betroffen. Normalerweise sind besonders Tiere in Freilandhaltung gefährdet, wenn der Erreger bei dem natürlichen Reservoir, den Wildvögeln (vorwiegend Wasservögeln), aufgetreten ist, weswegen als erstes Stallpflicht in gefährdeten Gebieten verordnet wird.

Die Vogelgrippe hat viele Namen: Aviäre Influenza, hochpathogene aviäre Influenza (HPAI), Vogelgrippe, Geflügelpest, Geflügelpocken (engl.: fowl pox) und eine ganze Reihe an Subtypen mit komischen Namen nach dem Schema H[x]N[y]. Sie tritt regelmässig auf und man denkt dann immer: ‚Oh, die Vogelgrippe ist zurück‘, dabei war sie niemals weg. Pragmatisch gesagt handelt es sich dabei um Vogelkacke, konserviert im Eis für Jahrmillionen.

Das Prinzip ist tatsächlich so, dass die Viren über Vögel im Herbst während der Flüge in wärmere Gefilde durch Vogelkacke ihren Weg auf Wasseroberflächen finden, dann mit einfrieren und im Frühjahr nach dem Schmelzen rufen können: „Ich bin wieder da!“ Etwas ungünstig ist dies in Gegenden, wo das Eis nicht regelmässig auftaut, sondern auch für mehrere Jahre gefroren bleibt. Dort können sie dann irgendwann rufen: „Wir sind wieder da! Und meine Onkels und Tanten von vor tausend Jahren auch!“ [ZHANG et al. 2006]1 [HURT et al. 2014]2 Genauso kann das Virus natürlich während der Zugperioden leicht von A nach B getragen werden.

Die Vogelgrippe ist also ein immerwiederkehrendes Übel – weltweit- mit dramatischen Auswirkungen vor allem für, ihr ahnt es, Vögel. Während sich das Virus im Eis und in Vögeln besonders wohl zu fühlen scheint, ist es aber mit Hitze und einfachen Desinfektionsmitteln gut zu bekämpfen. Jetzt können einige der Viren aber nicht nur Vögeln was anhaben, sondern auch Menschen, Hunden, Frettchen und Katzen und deswegen gibt es diesen Artikel.

  1. Studie: „Evidence of Influenza A Virus RNA in Siberian Lake Ice“ – Journal of Virology, Dec. 2006 []
  2. Studie: „Detection of Evolutionarily Distinct Avian Influenza A Viruses in Antarctica“ – mBio Journal of the American Society for Microbiology []
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Jasper: Mein Brief als Buch [Fotobuch von Saal Digital]

Jasper: Mein Brief als Buch [Fotobuch von Saal Digital]

Vorweg: Das Fotobuch in diesem Beitrag haben wir kostenlos von Saal Digital erhalten. Das hat selbstverständlich keinen Einfluss auf unsere Meinung.

Das Fotolabor Saal Digital kennen wir schon seit Frauchens erstem Fotokurs beim Karsten. Das ist schon dreieinhalb Jahre her und damals hatte sie ihn beim Kompakt-Einsteiger-Seminar viele Löcher in den Bauch gefragt, unter anderem, ob er ein gutes Labor empfehlen kann. Daraufhin gab er uns ein kleines Heftchen mit Musterabzügen auf verschiedenen Papiersorten, die schon ziemlich beeindruckend waren. Das Heftchen war von Saal Digital. Notiert. Gemerkt. Ausprobiert.

Als wir vor vielen Wochen von einer Möglichkeit erfuhren, das Fotobuch testen zu können, haben wir sofort zugeschlagen. Wir stellen unsere Nicht-Katzenfotos bei Pixabay unter einer CC0-Lizenz zur freien Verfügung und da sind schon einige beliebte Motive bei, so dass wir auch als „ambitionierte Hobbyfotografen“ nicht das Gefühl hatten, uns total lächerlich mit unseren ’schlechten‘ Fotos zu machen.

Umso erfreuter waren wir, dass wir sehr rasch angenommen wurden. Saal Digital hat sich letztendlich weniger gefreut, nachdem sie uns die vermutlich zwanzigste Erinnerung schicken mussten. Frauchen ist einfach völligst verpeilt. Deswegen schickt die mich jetzt wieder vor, denn wer kann mir schon böse sein?

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Als es um die Umsetzung ging, musste ich genauso wieder herhalten.

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